Mensa-Diebstahl: 450 Teller verschwunden – Studierende reagieren!
In der Uni-Mensa Mainz verschwinden zahlreiche Geschirrteile. Studierendenwerk diskutiert Lösungen zur Eindämmung des Diebstahls.

Mensa-Diebstahl: 450 Teller verschwunden – Studierende reagieren!
Ein heikler Fall an der Universität Mainz sorgt für Aufregung: In der Mensa „Bambus“ sind binnen vier Wochen 450 von 500 frisch gekauften Kuchentellern spurlos verschwunden. Das Studierendenwerk zeigt sich über diese Vorkommnisse alles andere als erfreut. Sebastian Stüber, Leiter der Hochschulgastronomie, hat sich in einem Instagram-Video deutlich geäußert und dazu aufgerufen, die verschwundenen Teller zurückzugeben. Dies ist jedoch nicht die einzige Sorge, die die Verantwortlichen plagt. Neben den Tellern verschwinden auch Gabeln, Löffel sowie Schalen für Bowls und Pommes, was die Qualität des Angebots in der Mensa erheblich beeinträchtigt.
Ein Blick auf die Zahlen verrät, wie ernst die Lage ist: Im letzten Jahr wurden 1.590 Pommes-Schalen bestellt, von denen aktuell nur noch 100 vorhanden sind. „Das führt dazu, dass wir oft keine Pommes mehr verkaufen können“, berichtet Alexandra Diestel-Feddersen, eine Vertreterin des Studierendenwerks. Zudem liegen viele der verschwundenen Utensilien noch immer auf dem Campus, in Büros, Teeküchen und WGs, was das Problem noch unverständlicher macht.
Diskussionsrunde zur Lösung des Problems
Um über die Misere zu diskutieren, lädt das Studierendenwerk am Mittwoch um 12 Uhr zu einer Diskussionsrunde in der Zentralmensa ein. Studierende äußern bereits ihre Sorgen, dass die Allgemeinheit durch erhöhte Essenspreise für das Verhalten Einzelner bestraft werden könnte. Ein Vorschlag zur Lösung wäre, die kostenlosen Papiertüten wieder einzuführen, die derzeit kostenpflichtig sind. Das Geld, das dadurch eingenommen wird, fließt in Pflanzen für die Mensa. Das Studierendenwerk hat jedoch klargemacht, dass eine Rückkehr zu kostenlosen Tüten nicht gewünscht ist, da dies dem Gedanken der Nachhaltigkeit widerspräche.
Ein weiterer Vorschlag, Pfand auf Geschirr zu erheben, steht ebenfalls zur Debatte. Jedoch wird auch diese Idee kritisch betrachtet, da sie potenziell lange Schlangen an der Rückgabestation verursachen und zusätzliches Personal erforderlich machen könnte. Stattdessen setzt das Studierendenwerk auf Mehrweg-Geschirr und ermutigt die Studierenden, eigenes Geschirr mitzubringen. Ein faires Konzept, angesichts der aktuellen Situation.
Gemeinsam für die Hochschulgastronomie
Das Studierendenwerk bietet mit „Meet the Gastro“ ein offenes Austauschformat, bei dem Studierende, Hochschulangehörige und externe Gäste direkt mit dem Team der Hochschulgastronomie ins Gespräch kommen können. Während dieser Treffen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Feedback zu geben, um das Angebot kontinuierlich zu verbessern. Dies geschieht in der Hoffnung, die Zufriedenheit aller Beteiligten zu steigern und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen in der Mensa zu finden. Die Termine werden auf der Website des Studierendenwerks sowie in den Mensen und sozialen Medien angekündigt.
In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit einen immer höheren Stellenwert einnimmt, wird auch in anderen Hochschulmensen Wert auf umweltbewusste Entscheidungen gelegt. In Karlsruhe etwa wird ein Umwelt-Score für Gerichte erstellt, der auf der Eaternity-Datenbank basiert. Dieser Score bewertet die Klimafreundlichkeit der Speisen und sensibilisiert für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimawandel. Eine tolle Initiative, die dazu anregen kann, auch in Mainz über solche Konzepte nachzudenken.
Besonders in einer Zeit, in der das Bewusstsein für die eigene Umwelt zunimmt, ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Das Studierendenwerk nimmt seine Verantwortung ernst und hofft auf die Mithilfe der Studierenden, um die Mensa künftig wieder zu einem einladenden Ort zu machen.