Rhein-Hunsrück-Kreis: Neue Wärmepläne für eine grüne Zukunft!

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Am 15.01.2026 hat der Rhein-Hunsrück-Kreis seine Wärmeplanung abgeschlossen, um fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Am 15.01.2026 hat der Rhein-Hunsrück-Kreis seine Wärmeplanung abgeschlossen, um fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen.
Am 15.01.2026 hat der Rhein-Hunsrück-Kreis seine Wärmeplanung abgeschlossen, um fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Rhein-Hunsrück-Kreis: Neue Wärmepläne für eine grüne Zukunft!

Am 15. Januar 2026 hat der Rhein-Hunsrück-Kreis einen wichtigen Schritt hin zur Umstellung seiner Wärmeversorgung gemacht. Der finale Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung ist nun abgeschlossen. Die Analyse zeigt, dass großes Potenzial für alternative Wärmelösungen wie Solarthermie, Wärmepumpen und Biomasse vorhanden ist. Auch innovative Optionen wie oberflächennahe Geothermie, Umweltwärme aus dem Rhein und Abwasserwärme wurden in den Fokus gerückt.

Eine interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Stadt Boppard und den Verbandsgemeinden Hunsrück-Mittelrhein, Simmern-Rheinböllen, Kastellaun und Kirchberg hat sich als erfolgreich erwiesen. Gemeinsam haben sie Wärmepläne erarbeitet, die Synergieeffekte bei Datenerhebungen und Planungen hervorbringen. Auch das Industriegebiet in der benachbarten Verbandsgemeinde wurde als potenzielle Abwärmequelle für Boppard untersucht.

Die Herausforderungen der Wärmeversorgung

Aktuell ist die Wärmeversorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis stark von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas geprägt. Diese machen über 80 Prozent des Wärmeverbrauchs aus, was nicht nur umwelttechnisch bedenklich ist, sondern auch aufgrund der steigenden Heizkosten zu einer zusätzlichen Belastung für viele Haushalte führt. Für die Zukunft sieht die Planung eine signifikante Reduzierung des Wärmebedarfs vor, was durch kontinuierliche energetische Sanierungen erreicht werden soll. Derzeit hat der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmebereitstellung noch viel Luft nach oben.

Das Ziel der Wärmeplanung ist klar: Die bestehenden Wärmenetze sollen von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Dabei sollen neue, klimafreundliche Wärmenetze entstehen. Ein gutes Beispiel für die unterschiedlichsten Wege der Wärmeversorgung sind die geplanten Wärmenetze in geeigneten Gebieten und dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen in anderen Bereichen.

Gesetzliche Grundlagen und zukünftige Maßnahmen

Der Bund hat mit dem Wärmeplanungsgesetz, das am 1. Januar 2024 in Kraft tritt, die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um flächendeckende Wärmeplanung in Deutschland voranzutreiben. Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan aufstellen, während kleinere Gemeinden bis 2028 Zeit haben. Die Investitions- und Planungsicherheit für Betreiber von Wärmenetzen soll dadurch gestärkt werden, gleichzeitig wird ein schrittweiser Umstieg auf erneuerbare Energien gefordert. Bis 2030 sollen bestehende Wärmenetze bereits zu 30% aus erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben werden.

Zusammenfassend zeigt die Kommune, dass sie sich der Herausforderung annehmen will, die Wärmeversorgung für die Zukunft zu gestalten. Auch wenn der Wärmeplan nicht verbindlich ist, bietet er eine klare Richtung und bildet einen wesentlichen Bestandteil des Klimaschutzkonzepts des Rhein-Hunsrück-Kreises.