Friedlicher Protest in Isselbach: 100 Menschen setzen Zeichen gegen AfD

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Rund 100 Menschen protestierten am 9. Januar 2026 in Isselbach gegen einen AfD-Bürgerdialog, organisiert von Linken und Grünen.

Rund 100 Menschen protestierten am 9. Januar 2026 in Isselbach gegen einen AfD-Bürgerdialog, organisiert von Linken und Grünen.
Rund 100 Menschen protestierten am 9. Januar 2026 in Isselbach gegen einen AfD-Bürgerdialog, organisiert von Linken und Grünen.

Friedlicher Protest in Isselbach: 100 Menschen setzen Zeichen gegen AfD

In Isselbach versammelten sich am 9. Januar 2026 rund 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Rhein-Lahn-Kreis, dem Westerwald und dem Landkreis Limburg-Weilburg, um ein starkes Zeichen gegen eine Veranstaltung der AfD zu setzen. Die politische Versammlung stand unter dem Titel „Bürgerdialog“ und fand in einer Gaststätte in der Gelbachstraße 15 statt. Organisiert wurde die Demo von verschiedenen linken Parteien, darunter die SPD, die Grünen sowie Die Linke, die gemeinsam für Demokratie und Vielfalt eintreten wollten. Die Teilnehmer drückten ihre Forderungen durch bunte Regenbogenflaggen und Transparente aus, wie die Rhein-Zeitung berichtet.

Die Stimmung war friedlich und positiv, was auch die Polizei Diez bestätigte. Diese äußerte sich lobend über den Verlauf der Demonstration, die pünktlich um 17:30 Uhr begann. Die Beteiligten aus dem gesamten Rhein-Lahn-Kreis und darüber hinaus waren eingeladen, ein Zeichen gegen rechte Hetze und gesellschaftliche Ausgrenzung zu setzen. Die Demonstration legte besonderen Fokus auf den ländlichen Raum, besonders im Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026. Ein eindringlicher Aufruf zur Solidarität und zum Zusammenhalt war besonders stark spürbar, berichtet auch die Grüne Rhein-Lahn.

Ein bundesweiter Trend

Die Demonstration in Isselbach ist Teil eines größeren Trends, der sich bundesweit beobachten lässt. Der Rechtsruck und die Zunahme an rechtspopulistischen Bewegungen haben in vielen Städten zu Protestaktionen geführt, wie die Tagesschau berichtet. Im Januar 2025 kamen in Köln allein 40.000 bis 75.000 Menschen zusammen, um für Demokratie und gegen Rechtsextremismus einzutreten. Auch in anderen Städten fanden zahlreiche Veranstaltungen mit ähnlichen Anliegen statt, was den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Ablehnung von Ausgrenzung unterstreicht.

Insgesamt verdeutlicht die regen Teilnahme an Demonstrationen gegenrechtsgerichtete Ideologien, dass im ländlichen Raum wie in städtischen Gebieten tiefgehende Besorgnis über gesellschaftliche Spaltungen und Ungerechtigkeiten herrscht. Angesichts der kommenden Wahlen und der aktuellen politischen Landschaft bleibt zu hoffen, dass solche Demonstrationen auch weiterhin zahlreich stattfinden – um das Engagement für eine offene und vielfältige Gesellschaft zu stärken.