Gigantisches US-Militärkrankenhaus nahe Ramstein: 1,46 Mrd. Euro für die Zukunft!

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Rhein-Pfalz-Kreis: Bau des größten US-Militärkrankenhauses nahe Ramstein beginnt, um 50.000 Soldaten und ihre Familien zu versorgen.

Rhein-Pfalz-Kreis: Bau des größten US-Militärkrankenhauses nahe Ramstein beginnt, um 50.000 Soldaten und ihre Familien zu versorgen.
Rhein-Pfalz-Kreis: Bau des größten US-Militärkrankenhauses nahe Ramstein beginnt, um 50.000 Soldaten und ihre Familien zu versorgen.

Gigantisches US-Militärkrankenhaus nahe Ramstein: 1,46 Mrd. Euro für die Zukunft!

Nahe dem Stützpunkt Ramstein, dem größten Militärflughafen der USA in Europa, entsteht derzeit das größte amerikanische Militärkrankenhaus außerhalb der USA. Auf einem 47 Hektar großen Gelände wird ein modernes Krankenhaus mit 4.680 Räumen und 120 Behandlungszimmern errichtet, das rund 2.500 Menschen Arbeit bieten wird. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1,59 Milliarden US-Dollar (ca. 1,46 Milliarden Euro), wobei Deutschland anteilige Planungskosten von 266 Millionen Euro übernimmt. Dieses Vorhaben markiert nicht nur einen bedeutenden Fortschritt in der medizinischen Versorgung der US-Truppen, sondern dient auch einer langfristigen Strategie zur Beibehaltung amerikanischer Militärpräsenz in Europa. Laut Rhein-Zeitung ist die Übergabe des neuen Krankenhauses an die US-Armee für 2028 vorgesehen.

Insgesamt wird die Klinik etwa 50.000 US-Militärangehörige und ihre Familien in der Region versorgen. Außerdem wird sie eine wichtige Rolle bei der medizinischen Betreuung von rund 200.000 Soldatinnen und Soldaten in Europa sowie im Nahen Osten und Afrika spielen, besonders bei Verwundeten aus den Konflikten im Irak und Afghanistan. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat die Baustelle bereits besucht, um das strategische Bekenntnis zur US-Präsenz vor Ort zu unterstreichen. Er plant zudem eine Delegationsreise in die USA, um die Partnerschaft zu stärken, wie die Rhein-Zeitung berichtet.

Wirtschaftliche Bedeutung und NATO-Partnerschaft

Bundesbauministerin Klara Geywitz betonte bei ihrem Besuch in Weilerbach, dass das Projekt nicht nur ein wesentlicher Beitrag zur regionalen Wirtschaftskraft ist, sondern auch die Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland stärkt und somit das NATO-Bündnis unterstützt. Der Neubau wird als großes Bundesbauprojekt bezeichnet, das planmäßig in den kommenden fünf Jahren seinen regulären Betrieb aufnehmen soll, berichtete Ärzteblatt.

Das neue Krankenhaus wird das 1953 gebaute Hospital in Landstuhl sowie die Klinik der Air Force auf der Base ersetzen. Es umfasst nicht nur neun Operationssäle, sondern soll auch als Dreh- und Angelpunkt für die medizinische Versorgung der Soldaten fungieren. Die Notwendigkeit eines modernen Krankenhauses ist groß, da das aktuelle Krankenhaus in Landstuhl veraltet ist und kaum noch den Ansprüchen gerecht wird. Das Deutschlandfunk Kultur hebt hervor, dass die geplanten Einrichtungen die medizinische Versorgung erheblich verbessern werden.

Umweltaspekte und Herausforderungen

Trotz der überwiegenden positiven Aspekte des Projekts kam es zu Protesten gegen den Neubau. Diese blieben jedoch weitgehend unbeachtet. Die Umweltverträglichkeitsuntersuchungen haben auch das Vorhandensein geschützter Arten wie Wildkatzen und Bechstein-Fledermäusen ergeben, was zu Kompensationszahlungen von 12 Millionen Euro führte. Anwohner und Umweltschützer sind besorgt, ob diese Herausforderungen bei der Durchführung angemessen berücksichtigt werden. Dennoch ist unbestritten, dass das Projekt nicht nur die medizinische Versorgung wesentlich verbessern, sondern auch hunderte Arbeitsplätze in der Region schaffen wird.

Die wirtschaftliche Bedeutung der US-Militärpräsenz in Rheinland-Pfalz beträgt über zwei Milliarden US-Dollar pro Fiskaljahr, und die 78.000 stationierten US-Soldaten, darunter etwa 37.000 in Deutschland, unterstreichen die regionale Relevanz. Das Krankenhaus ist somit ein weiterer Baustein in der internationalen Zusammenarbeit und wird die zukünftige Beziehung zwischen Deutschland und den USA maßgeblich gestalten.