Sicherheitsalarm in Berlin: Polizei fordert Böllerverbot nach Silvester-Chaos!
Die Polizeigewerkschaft in Berlin fordert ein Böllerverbot nach Gewaltausbrüchen an Silvester 2025/26. Sicherheit im Fokus.

Sicherheitsalarm in Berlin: Polizei fordert Böllerverbot nach Silvester-Chaos!
Silvester ist traditionell eine Zeit des Feierns und des bunte Feuerwerks. Doch wie steht es in Zeiten von Sicherheitsbedenken und Verletzungen tatsächlich um das Feuerwerk? Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, hat nun klare Worte gefunden. Er fordert ein Umdenken der Politik und schlägt ein bundesweites Böllerverbot oder zumindest drastische Einschränkungen beim Verkauf von Feuerwerkskörpern vor. Dies berichtete Pfälz-Express in einem aktuellen Artikel.
Jendro kritisiert die zurückhaltende Haltung von Berlins Regierungschef Kai Wegner (CDU) zu diesem Thema und betont, dass die Entscheidung über ein Böllerverbot von der Bevölkerung getroffen werden sollte. Die besorgniserregende Situation der öffentlichen Sicherheit äußert sich gerade in der Silvesternacht. Rund 4.300 Polizisten waren im Einsatz, und über 30 Beamte wurden verletzt, einige sogar gezielt in Hinterhalte gelockt, um attackiert zu werden. So fühlten sich viele Menschen in Berlin während der Feierlichkeiten nicht mehr sicher.
Verbote und Sicherheitszonen zum Jahreswechsel
Um die Sicherheit zu erhöhen, gilt in verschiedenen Bereichen Berlins ein strenges Verbot für das Mitführen und Zünden von Böllern, Messern und anderen Waffen an Silvester. Besonders problematische Zonen sind im Amtsblatt veröffentlicht worden. Dazu zählt unter anderem der Bereich rund um die Admiralsbrücke in Kreuzberg, wo das Verbot von 31. Dezember 2025, 18 Uhr bis 1. Januar 2026, 6 Uhr in Kraft tritt. In diesen Zonen sind Feuerwerke der Kategorien F2, F3 und F4 untersagt, wie der Tagesspiegel berichtet.
Erlaubt sind hingegen Feuerwerkskörper der Kategorie F1, wie Wunderkerzen und Brummkreisel, die das ganze Jahr über verwendet werden dürfen. Auch für die klassische Silvesterböllerei der Kategorie F2 gibt es klare Regelungen: Diese darf nur zwischen dem 31. Dezember, 18 Uhr und dem 1. Januar, 7 Uhr gezündet werden. Die Polizei wird in diesen Zonen verstärkt Präsenz zeigen und das Verbot durchsetzen.
Eine kritische Debatte über Feuerwerk im Land
Trotz allem bleibt privates Feuerwerk an Silvester in Deutschland grundsätzlich erlaubt, auch wenn die Diskussionen über ein Verbot in den letzten Jahren immer lauter werden. Wie die Tagesschau feststellt, gibt es bereits spezielle Regelungen in vielen Städten, darunter Böllerverbote in Stuttgart und Köln. Außerdem warnen Behörden vor der Gefahren von nicht zugelassenen Böllern, die ernsthafte Verletzungen und Sachschäden verursachen können.
Die Debatte um ein bundesweites Böllerverbot nimmt an Fahrt auf. Eine Petition hat bereits Hunderttausende Unterstützer gefunden, und es gibt Überlegungen zur Änderung des Sprengstoffgesetzes. Dennoch lehnt der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ein komplettes Verbot bislang ab, was die Meinungen in der Bevölkerung weiterhin spaltet.
Wie wird also das Silvester der Zukunft aussehen? Eine klare Richtung scheint sich abzuzeichnen. Das Bedürfnis nach Sicherheit steht für viele an oberster Stelle. Dennoch bleibt das Feuerwerk als Teil der Silvestertradition ein heiß diskutiertes Thema, und die kommenden Jahre werden zeigen, wie die Maßnahmen und Diskussionen in der politischen Landschaft Früchte tragen werden.