Baukrise im Saarland: Neuer Präsident hofft auf Bau-Turbo!

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Im Saarland leidet die Bauwirtschaft unter Rückgängen. Neuer Präsident Joachim Reinert hofft auf den „Bau-Turbo“ zur Belebung.

Im Saarland leidet die Bauwirtschaft unter Rückgängen. Neuer Präsident Joachim Reinert hofft auf den „Bau-Turbo“ zur Belebung.
Im Saarland leidet die Bauwirtschaft unter Rückgängen. Neuer Präsident Joachim Reinert hofft auf den „Bau-Turbo“ zur Belebung.

Baukrise im Saarland: Neuer Präsident hofft auf Bau-Turbo!

Im Saarland steht die Bauwirtschaft auf der Kippe. Seit Jahren wird hier weniger gebaut, und die Branche leidet stark darunter. Nun gibt es jedoch einen Lichtblick. Der Arbeitgeberverband der Bauwirtschaft hat Joachim Reinert zum neuen Präsidenten gewählt, der Klaus Ehrhardt ablöst, der fast ein Jahrzehnt an der Spitze des AGV Bau Saar stand. Diese Personalie könnte neue Impulse für die kriselnde Bauwirtschaft liefern, die zunehmend unter einem Rückgang der Zahl neu entstandener Wohnimmobilien leidet. Im letzten Jahr wurden nur 280 neue Häuser errichtet, ein Rückgang um satte 71 % im Vergleich zu 2021. Auch die Zahl der neu gebauten Wohnungen fiel drastisch – mit erst rund 1100 Einheiten ein Minus von 54 %.

Die Gründe für diese besorgniserregende Entwicklung sind vielfältig. Hohe Zinsen, steigende Materialkosten und eine wachsende Planungsunsicherheit schrecken Bauherren und Investoren ab. Zudem sorgen Änderungen oder das Auslaufen von Förderprogrammen für zusätzliche Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund sieht die saarländische Bauindustrie den von der Bundesregierung vorgestellten „Bau-Turbo“ jedoch optimistisch, da beschleunigte Genehmigungsverfahren eventuell frischen Wind in die stagnierende Marktlage bringen könnten. So berichtet Tagesschau.

Der Bau-Turbo: Ein Gesetz mit richtungsweisender Vision

Das Bundeskabinett hat am 18. Juni 2025 einen Entwurf für ein Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus beschlossen, das die Effizienz von Planungsprozessen erhöhen soll. Der Gedanke dahinter ist klar: Kommunen sollen künftig flexibler handeln können. Verena Hubertz, die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, stellt in Aussicht, dass die durchschnittlichen Planungszeiten von jetzt fünf Jahren auf ganze zwei Monate verkürzt werden könnten. Dies ist ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung und könnte die Bauindustrie in erheblichem Maße entlasten, ist sich BMWSB sicher.

Die wichtigsten Punkte des Gesetzentwurfs, der darauf abzielt, das Baugesetzbuch zu reformieren, umfassen unter anderem:

  • Erlaubnis von Abweichungen von bauplanungsrechtlichen Vorschriften für zwei Monate.
  • Erleichterung der Nachverdichtung in städtischen Innenbereichen.
  • Eröffnung des Außenbereichs für neuen Wohnraum unter Berücksichtigung des Umweltschutzes.

Erwartet wird außerdem, dass Haushalte sowie Unternehmen jährlich mehr als 2,5 Milliarden Euro an finanziellen Entlastungen davontragen könnten. Besonders im Fokus stehen Zielgruppen wie Familien, Studierende und Menschen mit geringem Einkommen. Dieses Vorhaben ist auch eine Reaktion auf den angespannten Wohnungsmarkt im Saarland und anderen Regionen, die auf eine Verbesserung der Wohnraumsituation hoffen.

Fazit: Auf den richtigen Weg

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Bauwirtschaft im Saarland trotz der schwierigen Situation mit einem neuen Präsidenten und der Aussicht auf den „Bau-Turbo“ vielleicht die Wende schaffen kann. Die Möglichkeit, Planungszeiten drastisch zu verkürzen, könnte einem stagnierenden Markt neues Leben einhauchen. Die saarländische Bauindustrie ist sich einig: Wenn das Gesetz bis Herbst 2025 im Bundestag verabschiedet wird, stehen die Chancen gut, dass wir bald wieder mehr neuen Wohnraum auf dem Markt sehen werden. In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass die angekündigten Schritte tatsächlich in die Tat umgesetzt werden – damit endlich wieder mehr gebaut wird, und das Saarland aus seiner Baukrise herausfindet, wie auch Spiegel berichtet.