Vereine im Saarland: Land übernimmt GEMA-Kosten für Veranstaltungen!

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Das Saarland übernimmt ab 2026 GEMA-Kosten für gemeinnützige Vereine bei Veranstaltungen ohne Eintritt, kündigt Ministerpräsidentin Rehlinger an.

Das Saarland übernimmt ab 2026 GEMA-Kosten für gemeinnützige Vereine bei Veranstaltungen ohne Eintritt, kündigt Ministerpräsidentin Rehlinger an.
Das Saarland übernimmt ab 2026 GEMA-Kosten für gemeinnützige Vereine bei Veranstaltungen ohne Eintritt, kündigt Ministerpräsidentin Rehlinger an.

Vereine im Saarland: Land übernimmt GEMA-Kosten für Veranstaltungen!

Möchten Sie wissen, wie es um die GEMA-Gebühren für Vereine im Saarland steht? Bei vielen Veranstaltungen, bei denen Musik gespielt wird, können die Kosten für die GEMA schnell in die Höhe schießen. Das Saarland hat nun eine Lösung parat. Im Rahmen einer neuen Regelung übernimmt das Land die GEMA-Kosten für gemeinnützige Vereine, die überwiegend ehrenamtlich arbeiten, unter bestimmten Voraussetzungen. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) gab diese erfreuliche Nachricht beim Neujahrsempfang in der Saarlandhalle bekannt.

Doch was bedeutet das konkret? Laut Deutschlandfunk Kultur können die Vereine nun bis zu vier Veranstaltungen pro Jahr organisieren, bei denen die GEMA-Gebühren nicht zu Buche schlagen. Diese Veranstaltungen dürfen jedoch keinen Eintritt kosten und müssen auf einer Fläche von maximal 500 Quadratmetern stattfinden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Musik nicht im Mittelpunkt stehen darf – sprich: Konzerte sind ausgeschlossen.

Rahmenvertrag und Voraussetzungen

Die Landesregierung hat die Kostenübernahme durch einen Rahmenvertrag mit der GEMA ermöglicht. Dieser Schritt wurde in Verhandlungen initiiert, die bereits vor über zwei Jahren begonnen wurden, berichtet SR. Die Regelung ist speziell für Organisationen gedacht, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen und die auf ehrenamtlicher Basis arbeiten. Ein weiterer Vorteil: Vereine können die Veranstaltungen bequem über ein Online-Portal der GEMA anmelden.

Finanziell kann sich diese Initiative sehen lassen. Für die Jahre 2026 und 2027 sind in den Haushaltsplänen jeweils 500.000 Euro vorgesehen, um diese Kostenübernahme zu ermöglichen. Zusätzlich stellt das Innenministerium Mittel für Verbände bereit, die bereits eigene GEMA-Verträge haben. Innenminister Reinhold Jost (SPD) unterstreicht die Bedeutung von Musik im Vereinsleben und dessen Förderung.

Kritik und alternative Regelungen

Einige Stimmen sind jedoch kritisch. Der Bund Saarländischer Musikvereine und der Saarländische Chorverband äußern Bedenken, da bei vielen ihrer Veranstaltungen Eintritt verlangt wird – und somit die Unterstützung nicht greift. Für Chöre gibt es eine eigene Regelung, die bereits die Kosten über den Chorverband abdeckt. Der Bund der Musikvereine ist zudem aktiv, um einen Pauschalvertrag für Rabatte bei der GEMA auszuarbeiten.

Stellen Sie sich die Möglichkeiten vor: Für kleinere Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken und ohne Kommerz stattfinden, stellt diese Regelung eine willkommene Erleichterung dar. Die Zeit hebt hervor, dass die Übernahme der GEMA-Kosten ein Schritt in die richtige Richtung ist. Ob diese Neuerungen jedoch ausreichen, um den verschiedenen Akteuren im saarländischen Musik- und Vereinsleben gerecht zu werden, bleibt abzuwarten.

Wie wird sich die Situation weiterentwickeln? Die Aufregung rund um die neuerliche Kostenübernahme zeigt, dass die Bedeutung von Musik und Gemeinschaft in unserer Gesellschaft hoch im Kurs steht. So bleibt zu hoffen, dass die Vorhaben auch die kleineren Veranstaltungen unterstützen, die das Miteinander fördern.