Betrügerische Polizisten: Senioren in Schnakenbek um Ersparnisse gebracht!
Im Herzogtum Lauenburg kam es zu Betrugsfällen, bei denen Senioren durch falsche Polizeibeamte um Wertgegenstände gebracht wurden.

Betrügerische Polizisten: Senioren in Schnakenbek um Ersparnisse gebracht!
In Schnakenbek wurden am vergangenen Sonntag ein älteres Ehepaar Opfer von skrupellosen Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Diese Methode des Trickbetrugs ist kein Einzelfall – auch in anderen Teilen Niedersachsens häufen sich solche Fälle, bei denen vor allem Senioren gezielt ins Visier genommen werden. Das berichtet die LN Online.
Die Betrüger sorgten dafür, dass das Paar am Telefon von einer Frau, die sich als Kriminalpolizistin ausgab, kontaktiert wurde. Sie behauptete, dass das Haus der Senioren im Fadenkreuz einer Einbrecherbande stünde und kündigte an, dass ein Ermittler vorbeikommen würde, um Wertsachen zu sichern. Tatsächlich erschien kurz darauf ein Mann, der das Vertrauen des Paares erlangte und im Anschluss Bargeld sowie Wertsachen im mittleren fünfstelligen Bereich mitnahm. Erst später schöpfte das Ehepaar Verdacht und verständigte die Polizei.
Vorsicht bei Anrufen!
Die Polizei warnt eindringlich davor, Unbekannte in die Wohnung zu lassen oder Wertsachen zu übergeben. Bei Zweifeln sollten Betroffene den Notruf 110 wählen. Die Beschreibung des mutmaßlichen Täters lässt darauf schließen, dass er etwa 30 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank ist; er trug schwarze Kleidung und eine Kappe. Die Ermittlungen wegen Trickbetrugs laufen, und die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04152/80030 oder per E-Mail an geesthacht.kpst@polizei.landsh.de zu melden.
Ähnlich alarmierende Berichte kommen von anderen Orten in Niedersachsen. So erlitten die Angehörigen einer 86-jährigen Frau in Stade hohe Verluste: Über 25.000 Euro überwies sie auf ein vermeintliches Polizeikonto, nachdem sie unter Druck gesetzt wurde. Auch in Emsbüren und Nordhorn gab es Fälle, in denen sich die Täter als Polizisten ausgaben und Bargeld sowie Schmuck von Senioren forderten. In Königslutter wurde eine Seniorin um Schmuck im Wert von 40.000 Euro betrogen, indem die Betrüger vorgaben, ihre Nichte zu sein. Diese perfiden Methoden sind Teil eines größeren Phänomens, das immer mehr ältere Menschen betrifft, wie die NDR berichtet.
Schutz vor Betrug
Um sich vor diesen Betrugsmaschen zu schützen, empfehlen Experten einfache, aber effektive Maßnahmen. Bei Anrufen, die Zweifel wecken, sollte das Gespräch sofort beendet und die Nummer zurückgerufen werden. Wichtige persönliche Informationen oder Vermögen sollten niemals preisgegeben werden, bevor nicht mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen Rücksprache gehalten wurde. Zudem sollte jeder Versuch eines Betrugs, egal wie klein, umgehend angezeigt werden. Geraten Sie in eine ähnliche Situation, denken Sie daran: Es ist besser, zu misstrauisch zu sein, als einem Betrüger in die Falle zu gehen. Auch über die verschiedenen Betrugsmaschen sollte man mit Freunden und Familie sprechen, besonders mit älteren Menschen, die oftmals die Herausforderung der sich ständig wandelnden digitalen Welt meistern müssen, wie in der Analyse auf Pflege Panorama ausgeführt.
In den letzten Jahren haben Cyberattacken gegen Senioren stark zugenommen. Allein in 2023 stieg die Zahl der Fälle um über 50 Prozent, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) feststellte. Die Täter verfeinern ihre Methoden ständig und nutzen Tricks wie Phishing-Angriffe, um an sensible Daten zu gelangen. Senioren haben oft Schwierigkeiten mit dem Online-Banking, was sie zusätzlich anfällig für Betrügereien macht.