Gedenken in Lübeck: 30 Jahre nach dem Brandanschlag in der Hafenstraße!
Gedenken an den Brandanschlag in Lübeck vor 30 Jahren: Demonstration und Mahnwache am 17. und 18. Januar 2026.

Gedenken in Lübeck: 30 Jahre nach dem Brandanschlag in der Hafenstraße!
In der kommenden Woche wird in Lübeck ein trauriges Gedenken an einen der verheerendsten Brandanschläge der deutschen Nachkriegsgeschichte stattfinden. Am 19. Januar 1996 brannte eine Unterkunft für geflüchtete Menschen in der Hafenstraße, bei der zehn Personen, darunter sieben Kinder, ums Leben kamen. 38 weitere wurden verletzt. Trotz zahlreicher Spuren in den Ermittlungen konnten die Täter bis heute nicht ermittelt werden. Dies berichtet NDR.
Zur Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse veranstaltet die Initiative Hafenstraße 96 am 17. Januar 2026 eine Demonstration in der Lübecker Innenstadt. Der Schilderung des damaligen Bürgermeisters Bouteiller zufolge, ist der Fall bis heute tief im Gedächtnis der Stadt verankert. Der Auftakt der Demonstration beginnt um 12 Uhr auf dem Markt, und die Stadtverwaltung warnt bereits vor möglichen Verkehrsbehinderungen.
Ein Mahnmal für die Opfer
Am Tag nach der Demonstration, am 18. Januar, wird um 12 Uhr eine Mahnwache am Mahnmal in der Hafenstraße, Ecke Konstinstraße, abgehalten. Besucher sind eingeladen, Blumen niederzulegen, während Kerzen aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt sind. Das Gedenken soll nicht nur die Opfer ehren, sondern auch ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. In den 1990er-Jahren gab es in Deutschland zahlreiche ähnliche Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, wie etwa in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln, die das Land erschütterten. In diesen Gewalttaten fielen viele Verletzte und etliche Todesopfer, was verdeutlicht, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus noch immer ein drängendes Problem sind, berichtet Spiegel.
Die Gedenkveranstaltung bietet eine wichtige Plattform, um über die damals geschehene Tragödie zu reflektieren und gleichzeitig drängende Fragen zur Aufarbeitung und zu den Ursachen solcher Gewalttaten zu stellen. Auch die fortdauernde Suche nach den Tätern wird am Gedenktag Thema sein. Bis heute bleibt dieser Fall ungeklärt, was für viele Angehörige und Betroffene unerträglich ist.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Kölner wissen, wie wichtig das Erinnern ist. Laut einer Liste der flüchtlingsfeindlichen Angriffe in Deutschland von 1990 bis 2013 gab es immer wieder besorgniserregende Vorfälle, bei denen geflüchtete Menschen angegriffen wurden. Diese Angriffe zeugen von einem Klima, in dem Gewalt gegen Minderheiten nicht nur toleriert, sondern oft auch gefördert wird. Historische Rückblicke, wie sie Wikipedia bietet, unterstreichen die Notwendigkeit, aktiv gegen Rassismus und Intoleranz einzutreten.
Das Gedenken an die Opfer des Brandanschlags in Lübeck wird auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen für Frieden und Solidarität sein. Es bleibt zu hoffen, dass solche Erinnerungen nicht nur als Mahnung dienen, sondern auch als Ansporn, sich für eine offenere und gerechtere Gesellschaft einzusetzen.