Kiel im Aufbruch: Wohnungskrise, Fahrradbügel und der Verkauf von MFG-5!
Die Ratsversammlung in Kiel am 16.01.2026 behandelt wichtige Themen wie Winterdienst und Wohnraumprojekte, darunter das MFG-5-Gelände.

Kiel im Aufbruch: Wohnungskrise, Fahrradbügel und der Verkauf von MFG-5!
In der ersten Ratsversammlung des Jahres in Kiel wurde am 16. Januar 2026 eine Reihe wichtiger Themen diskutiert. Unter den Brennpunkten standen die Wahlen der Dezernenten, der soziale Wohnungsbau, die Herausforderungen im Winterdienst sowie die Nutzung von Fahrradbügeln und die Zukunft des MFG-5-Geländes. Die CDU-Fraktion stellte mehrere Anträge, die unter anderem eine detaillierte Aufarbeitung der Winterdienstvorkommnisse fordern. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) wurde aufgefordert, bis Februar entsprechende Informationen über die eingesetzten Räum- und Streufahrzeuge sowie die Gründe für den Ausfall des Nahverkehrs zu liefern. Dies war besonders wichtig, da der Winterdienst eine hohe Priorität hatte, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Zusätzlich wurde ein Antrag der CDU zur Evaluation der Nutzung von Fahrradbügeln vorgestellt. Ziel ist es, in Gebieten mit geringer Nutzung die Fahrradbügel wieder in Parkplätze umzuwandeln. Der Antrag wurde schließlich an den Mobilitätsausschuss verwiesen, um eine breitere Diskussion anzustoßen. Hier zeigt sich, dass die Stadt aktiv nach Möglichkeiten sucht, den vorhandenen Raum in der Innenstadt besser zu nutzen und den Bedürfnissen der Bürger Rechnung zu tragen. Gerade dieses Thema könnte für viele Radfahrer und Autofahrer von großem Interesse sein.
MFG-5-Gelände im Rampenlicht
Ein weiteres wichtiges Thema war das MFG-5-Gelände, das als eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte in Kiel gilt. Die Stadt hat über ein Jahrzehnt in die Sanierung des Gebiets investiert, um dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Rund 2.250 Wohnungen sollen hier entstehen, darunter 1.000 bezahlbare Einheiten – ein wahrer Lichtblick angesichts der Wohnungsnot in Kiel. Die Pläne könnten jedoch durch den möglichen Rückkauf des Geländes durch die Bundeswehr gefährdet werden. Gespräche zwischen Oberbürgermeister Kämpfer und der Marine haben bereits stattgefunden. Ein Verkauf würde nicht nur die Schaffung von Wohnraum blockieren, sondern könnte auch negative Auswirkungen auf die städtischen Fördermittel nach sich ziehen.
Die Diskussion um den Verkauf des MFG-5-Geländes wird nicht nur im Rat, sondern auch in der Öffentlichkeit heiß debattiert. Am 20. November planend eine Kundgebung gegen den Verkauf stattfinden, die parallel zur nächsten Ratsversammlung abgehalten wird. Zudem wurde eine Petition gegen den Verkauf des Geländes online gestartet. Die Bürger:innen fordern, dass der wichtige Raum für Sport, Kultur und Erholung erhalten bleibt.
Währenddessen stellte sich im Rahmen einer Einwohnerfragestunde Charlotte Spieler den Fragen zur Unterbringung der Menschen aus der Gemeinschaftsunterkunft Schusterkrug, falls das MFG-5-Gelände verkauft wird. Sozialdezernent Gerwin Stöcken (SPD) versicherte, dass an neuen Lösungen für die Unterbringung von Flüchtlingen gearbeitet wird und Wohnungen in serieller Bauweise an verschiedenen Standorten entstehen sollen.
Personelle Veränderungen im Rat
Abgerundet wurde die Sitzung durch die Nachricht über den vorzeitigen Ausstieg von Eike Selonke (Grüne) aus der Ratsversammlung aus privaten Gründen. Stephanie Burmester rückt nach und wird somit für ihn ins Gremium eintreten. Selonke war seit April 2024 im Rat tätig und wird in dieser Sitzung verabschiedet.
Insgesamt zeigen die Ereignisse der ersten Ratsversammlung des Jahres, dass in Kiel viel Handlungsspielraum besteht. Ob es um die effiziente Nutzung von Fahrradbügeln, den dringend notwendigen Wohnungsbau oder die Aufarbeitung vergangener Winterdienst-Probleme geht – die Stadt steht vor Herausforderungen, die kreative Lösungen und aktives Engagement erfordern. Die Entwicklungen rund um das MFG-5-Gelände bleiben dabei besonders spannend.