Lübecks Bahnhofsmission sucht dringend neuen Partner für Pfandprojekt!
Die Bahnhofsmission Lübeck sucht Partner für ihr „Pfandheld“-Projekt, um Platzmangel zu beheben und soziale Hilfe zu leisten.

Lübecks Bahnhofsmission sucht dringend neuen Partner für Pfandprojekt!
Am Lübecker Hauptbahnhof dreht sich alles um das soziale Engagement der Bahnhofsmission und ihr innovatives „Pfandheld“-Projekt. Selbst im August 2025, drei Jahre nach der Initiierung durch Auszubildende der Deutschen Bahn, sind die Dosen- und Flaschenboxen mehr denn je gefragt. Wöchentlich landen zwischen 500 und 600 Flaschen in der Box, was mit fünf bis sechs 120-Liter-Säcken zu vergleichen ist. Diese Initiative war nicht nur ein Gewinn für die Bahnhofsmission, sondern erfordert nun dringend neue Partnerschaften, da der bisherige Getränkehändler, der die Pfandflaschen abnahm, geschlossen wurde, wie gemeindediakonie-luebeck.de berichtet.
Die Leiterin der Bahnhofsmission, Nadine Düsenberg, äußert bedauern über die Schließung des Markt, der eine wichtige Rolle im Projekt spielte. Uwe Albus, ehrenamtlicher Mitarbeiter und Projektbetreuer, entleerte die Sammelbox etwa zweimal pro Woche und brachte das Leergut zum früheren Partner, wo die Pfandbeträge für die soziale Arbeit der Mission verwendet wurden. Die Erlöse kommen unter anderem der Anschaffung von Hygieneartikeln, Schlafsäcken und sogar Weihnachtsgeschenken zugute.
Die Herausforderung bei der Flaschenabgabe
Ein drängendes Problem ist der Platzmangel in der Bahnhofsmission, der durch nicht abgegebene Säcke entsteht. Diese nehmen wertvollen Raum ein, der dringend für andere wichtige Gegenstände benötigt wird. Trotz dieser Herausforderungen erfreut sich das Projekt positiver Reaktionen von Passanten, die häufig auch Geld spenden. Allerdings gab es auch unerfreuliche Situationen: Im April 2023 wurde die Box aufgebrochen und mehrere Flaschen entwendet. Die Reparaturkosten beliefen sich auf 200 Euro, welche durch Spenden und Unterstützung der Bahnhofsgemeinschaft aufgebracht werden konnten.
Die Bundespolizei hat bereits zwei Tatverdächtige ermittelt, die als Reisende identifiziert wurden. Uwe Albus hofft, dass diese sich im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs sozial engagieren werden.
Hilfe von BahnBonus
Besonders erwähnenswert ist die Unterstützung aus der BahnBonus-Initiative, die bemerkenswerte Projekte wie dieses finanziert. Unter anderem wurden über 13.000 Euro für Projekte zur Förderung der Mobilität von Menschen mit Einschränkungen gesammelt, wie auf bahn.de zu lesen ist. Das zeigt, wie wichtig das soziale Engagement der Bahnhofsmission für die Gemeinschaft ist.
Die Bahnhofsmission bleibt optimistisch und hofft auf neue Partner, die bereit sind, die Initiative fortzuführen. „Wir sind ständig auf der Suche nach Ideen und Unterstützung für unser Pfandprojekt“, betont Nadine Düsenberg. Auch Uwe Albus möchte sich weiterhin im Sinne des Projekts engagieren. Interessierte Getränkehändler können sich telefonisch oder per E-Mail an die Bahnhofsmission wenden.
Wer also einen Beitrag leisten möchte, hat jetzt die Chance, Teil dieses sinnvollen und hilfreichen Projekts zu werden. Da liegt was an – packen wir es an!