Northvolt-Insolvenz: Zukunft der Batteriefabrik in Schleswig-Holstein unklar!

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Schleswig-Holstein: Northvolt meldet Insolvenz an. Unklarheit beim Bau der Batteriefabrik in Heide. Ministerpräsident optimistisch.

Schleswig-Holstein: Northvolt meldet Insolvenz an. Unklarheit beim Bau der Batteriefabrik in Heide. Ministerpräsident optimistisch.
Schleswig-Holstein: Northvolt meldet Insolvenz an. Unklarheit beim Bau der Batteriefabrik in Heide. Ministerpräsident optimistisch.

Northvolt-Insolvenz: Zukunft der Batteriefabrik in Schleswig-Holstein unklar!

In einer dramatischen Entwicklung für den schwedischen Batteriehersteller Northvolt wurde im März 2025 Insolvenz angemeldet. Dies wirft nun Fragen über den zukünftigen Bau der geplanten Batteriezellenfabrik in Heide, Schleswig-Holstein, auf. Ministerpräsident Daniel Günther gibt sich jedoch optimistisch und verweist auf mehrere potenzielle Interessenten für eine Übernahme des Unternehmens. „Es ist klug, hier den Ball flach zu halten und nicht zu viel über die möglichen Käufer zu sprechen“, erklärte er kürzlich.

Das Gelände in Heide wird als äußerst attraktiv für die Batteriezellenproduktion angesehen, da es Zugang zu erneuerbaren Energien und grünem Strom bietet. Der Bund hat bereits eine stattliche Summe in Höhe von über 600 Millionen Euro in Form einer Wandelanleihe bereitgestellt, um den Bau zu unterstützen. Wirtschaftsminister betont, dass Geduld in dieser Angelegenheit gefragt ist, während weiterhin Unklarheit über den Fortgang herrscht.

Gutachten gibt Einblicke in die wirtschaftliche Zukunft

Ein entscheidendes Gutachten von PricewaterhouseCoopers (PwC) hat die wirtschaftliche Lage und die Erfolgsaussichten von Northvolt untersucht. Dieses Gutachten ergab, dass die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Rückzahlung der Wandelanleihe im Jahr 2028 bei 86 Prozent liegt. Gleichzeitig wird das Risiko einer Nicht-Rückzahlung an Bund und Land auf weniger als 1 Prozent geschätzt.
Maschinenmarkt berichtet, dass es jedoch Bedenken hinsichtlich der Datenverfügbarkeit gibt, da Northvolt nicht alle erforderlichen Informationen bereitgestellt hat.

Trotz der positiven Einschätzungen des Unternehmens durch PwC – wie die robuste Kundenbasis, die bekannte Marken wie Audi, BMW und Porsche umfasst – stehen die Verantwortlichen von Northvolt unter Druck. Ein „Take or Pay“-Vertrag mit BMW wurde im Sommer 2024 storniert, was die finanzielle Lage weiter verschärfte und zur aktuellen Insolvenz führen könnte. Capital erläutert, dass die Produktion im schwedischen Stammwerk Ende Juni eingestellt werden soll, was die Situation zusätzlich kompliziert.

Politik und öffentliche Kritik

Die Reaktionen der politischen Akteure sind gemischt. Während die Grünen auf die positiven Perspektiven hinweisen, kritisiert die FDP die Datengrundlage als dünn. Ex-Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der die Unterstützung für Northvolt maßgeblich vorangetrieben hat, sieht sich angesichts der anhaltenden Probleme in der Kritik. Der Bundesrechnungshof übt ebenfalls scharfe Kritik an der Vergabe von Steuergeldern, die als leichtfertig empfunden wird. Inzwischen sind bis zu drei weitere Interessenten im Spiel, darunter ein unverbindliches Angebot aus dem Ausland, wie Insolvenzverwalter Mikael Kubu berichtet, was immerhin einen Funken Hoffnung auf eine Kaufverhandlung bietet.

Insgesamt bleibt die Frage, ob in Schleswig-Holstein künftig Batteriezellen produziert werden können, und wie sich die Situation rund um Northvolt entwickeln wird. Wirtschaftsminister und Ministerpräsident werten die anstehenden Möglichkeiten positiv, während die Opposition Mahnungen zur Sorgfalt und Transparenz äußert. Der Weg in eine erfolgreiche Zukunft für die Batteriefabrik in Heide bleibt weiterhin steinig und voller Unwägbarkeiten.