Merz plant drastische Einsparungen beim Bürgergeld – was nun?

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Bundeskanzler Merz plant Reformen des Bürgergeldes zur Kostensenkung um 10%. Expert:innen warnen vor Herausforderungen in der Arbeitsmarktintegration.

Bundeskanzler Merz plant Reformen des Bürgergeldes zur Kostensenkung um 10%. Expert:innen warnen vor Herausforderungen in der Arbeitsmarktintegration.
Bundeskanzler Merz plant Reformen des Bürgergeldes zur Kostensenkung um 10%. Expert:innen warnen vor Herausforderungen in der Arbeitsmarktintegration.

Merz plant drastische Einsparungen beim Bürgergeld – was nun?

Die politische Landschaft in Deutschland wird zunehmend hitzig, insbesondere mit den Plänen von Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich mit seiner Bürgergeld-Reform einen ehrgeizigen Plan auf die Fahnen geschrieben hat. Laut Merkur strebt Merz Einsparungen von 10% bei der Grundsicherung an, was ungefähr 5 Milliarden Euro entspricht. Doch wie realistisch sind diese Ziele?

Das Bundesarbeitsministerium schätzt, dass im ersten Jahr 2026 lediglich Einsparungen von 86 Millionen Euro realistisch sind. Diese Diskrepanz zwischen Merz‘ Optimismus und den gedämpften Erwartungen der Ministeriumsexperten stößt auf massive Kritik. Einsparungen sollen insbesondere durch eine „verbesserte Arbeitsmarktintegration“ erzielt werden, doch das Ministerium warnt, dass die Einsparungen alleine durch den Gesetzentwurf nicht zu erreichen sind.

Herausforderungen für die Leistungsempfänger

Um die angestrebten Einsparungen zu realisieren, sind nennenswerte Veränderungen notwendig. Fachleute betonen, dass zur Senkung der Ausgaben weniger Menschen auf Bürgergeld angewiesen sein müssten. Bis zu 588.000 Bürgergeld-Empfänger müssten aus der Grundsicherung herausfallen, um die gewünschte Einsparung von 5 Milliarden Euro zu erreichen. Dies ist in einer Zeit, in der die Arbeitsmarktlage schwierig ist, eine große Herausforderung.

Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass 1,2 Millionen der 1,8 Millionen Bürgergeld-Empfänger keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Weitere 88% der Leistungsbezieher haben Vermittlungshemmnisse, die ihre Integration in den Arbeitsmarkt erschweren. Diese Hemmnisse sind oft psychosozialer Natur und stellen eine ernsthafte Barriere dar.

Der Ausblick auf den Arbeitsmarkt

Wie wird sich der Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren entwickeln? Eine Studie vom IAB prognostiziert einen leichten Zuwachs der Bürgergeld-Empfänger, während gleichzeitig ein Drittel der Unternehmen plant, 2026 Stellen abzubauen. Ein wirtschaftliches Wachstum von nur 1,3% lässt auch die Hoffnung auf eine signifikante Senkung der Arbeitslosenquote schwinden.

Allerdings gibt es auch Lichtblicke: Die neuen Regeln zur Anrechnung von Einkommen könnten bis zu 170.000 Vollzeitkräfte schaffen. Zudem könnten bis zu 390.000 Haushalte aus dem Bürgergeld-Bezug herauskommen, was die öffentliche Hand um bis zu 3 Milliarden Euro entlasten könnte, sofern 100.000 Erwerbslose in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Neue digitale Ansätze für den Jobmarkt

In Zeiten der Digitalisierung wird außerdem WhatsApp zunehmend für berufliche Kontakte und Dienstleistungen genutzt. Über die Webversion von WhatsApp können Nutzer einfach Nachrichten versenden, ohne die Telefonnummern in ihren Kontakten speichern zu müssen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten zur Vernetzung in der Arbeitswelt. Eine einfache Möglichkeit, eine Nachricht über WhatsApp Web zu senden, ist es, die URL https://api.whatsapp.com/send?phone=XXXXXXXXXXX in den Browser zu eingeben und die ‚Xs‘ durch die Telefonnummer zu ersetzen.

In den USA stehen den Menschen ebenfalls verschiedene Ressourcen zur Verfügung, um Arbeit zu finden. Die zentrale Plattform USAJOBS erleichtert die Jobsuche, indem sie spezielle Zugangswege für unterschiedliche Gruppen wie Veteranen oder Menschen mit Behinderungen bietet.

Die geplanten Änderungen im Bereich Bürgergeld und die digitalen Möglichkeiten zur Jobvermittlung sind ein heißes Eisen. Es bleibt abzuwarten, ob die ambitionierten Pläne von Merz in die Realität umgesetzt werden können und welche Auswirkungen dies auf die Betroffenen haben wird.