Bach-Zauber in Bamberg: Léa Duret spielt die Cellosuiten live!
Bach-Zauber in Bamberg: Léa Duret spielt die Cellosuiten live!
Obere Sandstraße 42, 96052 Bamberg, Deutschland - Am Freitag, den 20. Juni, erwartet die Stadt Bamberg ein ganz besonderes musikalisches Ereignis. In der Elisabethenkirche im Sand wird die französische Cellistin Léa Duret die ersten drei Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach aufführen. Diese Veranstaltung, die um 17.30 Uhr beginnt, bildet den Auftakt zur fête de la musique und zieht Musikliebhaber aus Nah und Fern an.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, doch die Veranstalter der Initiative „interesSAND…“ freuen sich über Spenden, die am Ausgang gesammelt werden. Diese Initiative hat sich nicht nur der Förderung von Orgelkonzerten verschrieben, sondern organisiert auch ein bis zwei besondere Konzerte ohne Orgel pro Saison, um der künstlerischen Vielfalt Raum zu geben.
Bachs Meisterwerke im Fokus
Die Aufführung der Suiten, namentlich BWV 1007, 1008 und 1009, bringt nicht nur die musikalischen Höhepunkte von Bach zur Geltung, sondern zeigt auch die beeindruckende Technik und Musikalität von Léa Duret. Diese hochkarätige Interpretin hat bereits mit vielen renommierten Orchestern in Europa zusammengearbeitet und bewies ihr Talent unter anderem als Professorin für Violoncello an zwei Pariser Konservatorien seit 2013.
Die sechs Suiten, die zwischen 1727 und 1731 in einer Handschrift von Anna Magdalena Bach überliefert sind, gelten als essentielle Werke der Violoncelloliteratur. Bach schuf die Suiten, die hohe technische Anforderungen an die Spieler stellen und deren Virtuosität weithin anerkannt ist. Besonders die erste Suite, die mit einem Prélude in G-Dur beginnt, prägt den Charakter dieser Musikwerke. Die formale Struktur dieser Suiten, die aus aufeinander folgenden Sätzen wie Allemande, Courante, Sarabande und Gigue besteht, spiegelt die modischen Hoftänze der damaligen Zeit wider und hat Generationen von Musikern inspiriert.
Léa Duret: Ein musikalisches Talent mit reichhaltiger Geschichte
Léa Duret erhielt im Alter von 19 Jahren den ersten Preis für Cello und Kammermusik am Conservatoire National Supérieur de Paris. Ihre umfassende musikalische Ausbildung hat sie durch zahlreiche Meisterkurse und Engagements in Symphonie- und Kammerorchestern in ganz Europa erweitert. Zudem hat sie von 2007 bis 2009 am Edward Said National Conservatory in Palästina unterrichtet und ihre Erfahrungen als Kammermusikerin in Projekten verbunden, die Musik mit Theater und Poesie vereinen.
Im November 2022 veröffentlichte Duret eine Doppel-CD mit den vollständigen Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach, die ihre künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Meisterwerken dokumentiert. Mit dieser Aufführung in Bamberg wird sie nun die Gelegenheit haben, ihre Deutung live zu präsentieren und die Zuhörer in die faszinierende Welt der Barockmusik zu entführen.
Musikfans und Kulturliebhaber sollten sich dieses Event auf keinen Fall entgehen lassen. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, die Schönheit von Bachs Musik in der schönen Kulisse der Elisabethenkirche zu erleben und gleichzeitig ein Stück Kulturgeschichte hautnah zu genießen. Weitere Informationen finden interessierte Leser in den Artikeln von inFranken und DWBF.
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Ort | Obere Sandstraße 42, 96052 Bamberg, Deutschland |
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