Vogelgrippe-Alarm in Niedersachsen: Tausende Tiere in Gefahr!

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Im Landkreis Rotenburg wurden zwei neue Ausbrüche der Vogelgrippe H5N1 bestätigt, was zur Tötung von 44.000 Tieren führte.

Im Landkreis Rotenburg wurden zwei neue Ausbrüche der Vogelgrippe H5N1 bestätigt, was zur Tötung von 44.000 Tieren führte.
Im Landkreis Rotenburg wurden zwei neue Ausbrüche der Vogelgrippe H5N1 bestätigt, was zur Tötung von 44.000 Tieren führte.

Vogelgrippe-Alarm in Niedersachsen: Tausende Tiere in Gefahr!

Was tut sich im Bereich der Geflügelhaltung in Niedersachsen? Die aktuelle Ausbreitung der Vogelgrippe hält die Bauern und Behörden in Atem. Besonders betroffen ist der Landkreis Rotenburg, wo kürzlich zwei neue Ausbrüche in der Samtgemeinde Selsingen bestätigt wurden. Der gefährliche Erreger H5N1 hat bereits dazu geführt, dass rund 44.000 Tiere getötet werden mussten. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans, der Schutzzonen von mindestens drei Kilometern und Überwachungszonen von zehn Kilometern um die betroffenen Betriebe umfasst, wie NDR berichtet.

In ganz Niedersachsen sieht es düster aus: Knapp 840.000 Tiere sind seit dem Ausbruch der Krankheit, der bereits Mitte Oktober begann, verendet oder wurden getötet. Die Lage erinnert an das Rekordjahr 2021, als eine vergleichbare Welle von Vogelgrippe-Infektionen über die Bundesrepublik hinwegrollte. Laut Zeit sind bis jetzt in 66 Geflügelhaltungen Infektionen mit dem H5N1-Virus nachgewiesen worden. Das bedeutet, dass sich die Zahlen der getöteten Tiere der erschreckenden Marke von einer Million nähern.

Reaktionen und Maßnahmen

Um der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, erteilte das Landwirtschaftsministerium in einigen Landkreisen eine Erlaubnis für den Abschuss kranker Kraniche. In den Landkreisen Stade und Verden gelten dafür spezielle Regelungen, die bis Ende Januar beziehungsweise Dezember in Kraft bleiben. Jäger können diesen Abschuss allerdings nur nach telefonischer Genehmigung durchführen, um sicherzustellen, dass die Sicherheit gewahrt bleibt.

Die Kritiker der Massentierhaltung haben nun wieder ein lautstarkes Wort zu sagen. Tierschutzbeauftragte Julia Pfeier-Schlichting äußert sich besorgt über die gegenwärtige Tierseuchenpolitik. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Um den Virus zu stoppen, muss man Hygienevorschriften einhalten und vor allem die Ausbreitung über verunreinigtes Schuhwerk und Gerätschaften vermeiden. Auch vonseiten der Behörden wird zum entschlossenen Handeln aufgerufen, um diese Kriese unter Kontrolle zu bekommen.

Wilde Überträger und ihre Rolle

Das Auftreten von Wildvögeln als Überträger des Virus ist unbestreitbar. Insgesamt wurden über 300 verendete Wildvögel mit dem Virus H5N1 in Verbindung gebracht. Die Wissenschaftler sprechen dabei von einem ernstzunehmenden Risiko, denn das Virus verlässt die Wildvogelpopulation und gefährdet die Geflügelbestände. Das Friedrich-Loeffler-Institut warnt, dass die Infektionsdynamik auch in den kommenden Monaten anhalten könnte, was nicht nur negative Auswirkungen auf die Tiere selbst hat, sondern auch auf die gesamte Branche, wenn sich diese Situation weiter zuspitzt.

In Anbetracht all dieser Faktoren zeigt sich, dass sowohl die Geflügelhaltung als auch die Wildvogelpopulation unter Druck stehen. Es ist klar, dass die Rahmenbedingungen für die Tierhaltung überdacht werden müssen, um diese gefährlichen Seuchenausbrüche in Zukunft besser zu vermeiden. Wie lange wird es noch dauern, bis ein System gefunden wird, das sowohl den Tieren als auch den Menschen gerecht wird?

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass es Handlungsbedarf gibt: Über 30 Ausbrüche in Geflügelbetrieben wurden seit Oktober dokumentiert, allein im Landkreis Cloppenburg sind es 14, wo mehr als 12,3 Millionen Tiere leben. Das ständige Handeln wird als notwendig erachtet, um die Verbreitung des Virus zu stoppen.

Die Ausbreitung der Vogelgrippe bleibt also ein heißes Thema, das Verantwortung und Handeln von allen Seiten erfordert, um die Tiere und die Menschen zu schützen.