Baden-Württemberg setzt auf Palantir: Polizei erhält neue Daten-Software!

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Der Landtag Baden-Württemberg hat die Nutzung der Palantir-Software "Gotham" beschlossen, um Polizeidaten effektiver auszuwerten.

Der Landtag Baden-Württemberg hat die Nutzung der Palantir-Software "Gotham" beschlossen, um Polizeidaten effektiver auszuwerten.
Der Landtag Baden-Württemberg hat die Nutzung der Palantir-Software "Gotham" beschlossen, um Polizeidaten effektiver auszuwerten.

Baden-Württemberg setzt auf Palantir: Polizei erhält neue Daten-Software!

Am 13. November 2025 hat der baden-württembergische Landtag beschlossen, die Analyse- und Recherche-Software „Gotham“ des Unternehmens Palantir in der Polizei einzusetzen. Diese Entscheidung fiel am Mittwoch mit einer deutlichen Mehrheit der Abgeordneten, die für die Änderung des Polizeigesetzes stimmten. Das Ziel der Software ist klar: Daten sollen schneller ausgewertet werden, um Straftaten effizienter zu verhindern. Doch nicht alle teilen die Begeisterung für diese Maßnahme.

Kritiker heben Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von dem US-amerikanischen Softwarekonzern Palantir hervor. Viele nehmen das Unternehmen, das 2003 gegründet wurde und seinen Hauptsitz in Denver, Colorado hat, wegen seiner Verbindungen zu kontroversen Persönlichkeiten wie dem Trump-Unterstützer Peter Thiel unter die Lupe. Der Landtag vermeldete, dass über 13.000 Menschen eine Petition gegen den Einsatz der Software unterzeichnet haben, was zeigt, dass da etwas im Gange ist, das die Bürger bewegt.

Kritik und Bedenken

Die Bedenken bezüglich „Gotham“ gehen weit über die politischen Verbindungen hinaus. Datenschützer warnen vor einer massiven Verknüpfung sensibler Daten. Innerhalb der Opposition äußern Abgeordnete der Grünen, insbesondere Oliver Hildenbrand, Sorgen über den Vertrag mit Palantir. Sie befürworten einen vorsichtigen Umgang mit neuen Technologien und hätten es vorgezogen, gar keinen Vertrag mit dem Unternehmen abzuschließen, da sie eine unkontrollierte Erfassung von Daten befürchten. Bedenken bestehen, dass auch unbeteiligte Dritte in die Datenbanken aufgenommen werden könnten, was das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Polizei auf die Probe stellt.

Das CDU-geführte Innenministerium hat sich jedoch für den technologische Marktführer ausgesprochen. Innenminister Thomas Strobl erkennt die Innovationskraft von Palantir an, warnte aber gleichzeitig vor den möglichen Gefahren, die neue Technologien mit sich bringen können. Seiner Meinung nach hat die Software das Potenzial, in Baden-Württemberg ab dem zweiten Quartal 2026 für die Polizei eine wichtige Rolle zu spielen.

Wie funktioniert „Gotham“?

Palantir selbst gibt an, dass ihre Software nicht zur Durchführung von Überwachungsmaßnahmen verwendet wird. Vielmehr soll sie den Sicherheitsbehörden helfen, komplexe und sensible Daten effizient zu verwalten. Die Plattform soll es ermöglichen, verschiedene Datensätze zu integrieren, sodass Entscheidungsträger klare Einblicke gewinnen können. Dabei bleibt das Datenmanagement in der Hand der Kunden, die weiterhin die Kontrolle über ihre Informationen behalten. Palantir stellt sicher, dass ihre Software strengen Datenschutzanforderungen genügt und keine eigenen Daten speichert oder verkauft, was die Bedenken um den Datenschutz zumindest teilweise mildern könnte. Laut Palantir erfolgt die Nutzung ihrer Software ausschließlich im Rahmen der operativen Effizienz.

Angesichts dieser Entwicklungen bleibt abzuwarten, wie die Öffentlichkeit und die politischen Akteure in Baden-Württemberg auf die Nutzung von „Gotham“ reagieren werden. Der Weg der Software in die Polizeiarbeit scheint geebnet, doch die anhaltenden Sorgen der Bürger könnten die Umsetzung und Akzeptanz dennoch hinauszögern.

Für weitere Informationen über Palantir und deren Technologielösungen besuchen Sie bitte diesen Link und für aktuelle Entwicklungen lesen Sie den Bericht von SWR Aktuell.