Achtung Wildwechsel: So vermeiden Sie Unfälle im Landkreis Esslingen!
Im Landkreis Esslingen steigen im Herbst Wildunfälle an. Experten geben Tipps zur Risikominderung und richtigen Verhalten nach Zusammenstößen.

Achtung Wildwechsel: So vermeiden Sie Unfälle im Landkreis Esslingen!
Mit dem Herbst kommt nicht nur die bunte Farbenpracht in die Natur, sondern auch eine steigende Anzahl an Wildunfällen auf deutschen Straßen. Besonders im Landkreis Esslingen ist dieser Trend deutlich zu spüren, wie ntz.de berichtet. Während die Tage kürzer werden und die Dämmerung früher einsetzt, steigt die Gefährdung durch Wildtiere, die häufig plötzlich auf die Straßen treten.
Experten raten Autofahrern, besonders in diesen Wochen, achtsam zu sein. Wildwechsel-Warnschilder sollten ernst genommen und die Geschwindigkeit angepasst werden. Eine langsame Fahrweise und die Bereitschaft zu bremsen sind essenziell, besonders in unübersichtlichen Gebieten und bei Dämmerung. Der ADAC und die Polizei empfehlen zudem, bei nächtlichen Fahrten in Waldgebieten das Fernlicht zu nutzen, jedoch zu beachten, es auszuschalten und zu hupen, wenn ein Tier die Straße kreuzt. Autofahrer sollten stets mit mehreren Tieren rechnen, da Rehe oft nicht alleine unterwegs sind, wie WDR betont.
Verhaltensregeln bei Unfällen
Das Risiko, bei einer Begegnung mit einem Wildtier einen Unfall zu verursachen, kann durch eine moderate Fahrweise deutlich gesenkt werden. Bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h kann noch rechtzeitig gebremst werden, während bei höheren Geschwindigkeiten ein Zusammenstoß unvermeidbar ist. Zudem sollte man wissen, dass ein abruptes Ausweichmanöver das Risiko erhöhen kann, gegen Bäume zu prallen oder in den Gegenverkehr zu geraten.
Nach einem Wildunfall heißt es: Ruhe bewahren! Zuerst sollte die Unfallstelle gesichert werden, indem die Warnblinkanlage eingeschaltet, eine Warnweste angezogen und ein Warndreieck aufgestellt wird. Bei Verletzungen ist es wichtig, den Rettungsdienst zu verständigen und Erste Hilfe zu leisten. Verletztes Wild sollte man nicht berühren, um aggressive Reaktionen zu vermeiden. Wer in solch eine Situation gerät, sollte auch wissen, dass die Teilkaskoversicherung in der Regel Schäden durch Haarwild abdeckt, während Schäden durch andere Tiere nicht immer berücksichtigt sind.
Wildunfälle im Überblick
Der Deutsche Jagdverband hat die Entwicklung der Wildunfälle in den letzten vier Jahrzehnten dokumentiert. Der Anstieg im Herbst ist alarmierend, und es ist unerlässlich, dass Autofahrer die Verantwortung ernst nehmen und sich an die empfohlenen Verhaltensweisen halten, um Gefahren zu minimieren.
Gerade jetzt, wo die Natur wieder in ihren herbstlichen Glanz erstrahlt, ist es an der Zeit, aufmerksam zu sein. Genießen wir die Zeit in der Natur, aber bleiben wir achtsam, um Unfälle zu vermeiden. So steht einem sicheren und schönen Herbst nichts im Wege.