Gruselige Freude in Hegensberg: Lünebergs Halloween-Haus begeistert Kinder!
Erfahren Sie, wie die Familie Lüneberg in Esslingen ihr Halloween-Haus für Kinder festlich gestaltet und seit über 10 Jahren Freude bringt.

Gruselige Freude in Hegensberg: Lünebergs Halloween-Haus begeistert Kinder!
Heute, am 31. Oktober 2025, feiern viele Menschen in Deutschland Halloween, ein Brauch, der zunehmend an Beliebtheit gewinnt und besonders bei Kindern hoch im Kurs steht. Ein aufregendes Beispiel findet sich im Esslinger Stadtteil Hegensberg, wo Birgit und Wolfgang Lüneberg seit über zehn Jahren ihr Halloween-Haus liebevoll dekorieren. Mit einer großen schwarzen Spinne, einem Skelett an einem Galgen und Spinnweben ziehen sie jedes Jahr die kleinen Gespenster im Ort an. Die beiden haben für diesen Abend zahlreiche Süßigkeiten bereitgestellt, die sie an kostümierte Kinder verteilen, allerdings nicht ohne vorherige Aufforderung: Jedes Kind muss einen Spruch aufsagen, um die Leckereien zu erhalten. Esslinger Zeitung berichtet, dass rund 100 Kinder, vor allem im Vor- und Grundschulalter, jedes Jahr das Haus der Lünebergs besuchen.
Die Idee für diese feierliche Tradition entstand ursprünglich während der Zeit, als das Ehepaar einen Schreibwarenladen namens „Birgits Lädle“ betrieb. Die ersten Dekorationen, die aus alten Leinentüchern und schwarzem Karton gebastelt wurden, haben sich im Laufe der Jahre zu einer beeindruckenden Sammlung erweitert, die unter anderem einen sprechenden Kürbisgeist umfasst. Die Halloween-Aktivitäten beginnen üblicherweise gegen 17 Uhr und enden um 21 Uhr, um den Anwohnern gerecht zu werden. Am nächsten Tag wird die Dekoration wieder abgebaut und verstaut.
Die Wurzeln von Halloween
Doch was macht Halloween zu einem solch faszinierenden Ereignis? Die Ursprünge des Festes sind nicht genau geklärt, aber eine weit verbreitete Theorie führt es zurück zu dem keltischen Fest „Samhain“. Dieses wurde am 31. Oktober gefeiert und markierte das Ende des Sommers. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht die Geister ihrer Vorfahren zurückkehren konnten, was die gruselige Atmosphäre des heutigen Halloween erklärt. Laut Deutschlandfunk wurde der Brauch durch irische Migranten im 19. Jahrhundert in die USA transportiert und hat sich seitdem zu einer massenhaft gefeierten Tradition entwickelt, die vergleichbare Dimensionen wie der Karneval im Rheinland annimmt.
In den USA ist Halloween ein Fest für Jung und Alt, bei dem Kinder sich verkleiden und „Süßes oder Saures“ fordern, während Erwachsene gruselige Partys ausrichten. Man könnte meinen, das Fest wäre einfach ein kommerzieller Selbstläufer – für 2025 wird ein Umsatz von 520 Millionen Euro für Halloween-Produkte in Deutschland erwartet. Im Vorjahr lag dieser Umsatz sogar bei 540 Millionen Euro, was zeigt, wie sehr die Menschen in Deutschland sich für Halloween begeistern. Deutschlandfunk berichtet, dass rund 15 Prozent der Deutschen planen, in diesem Jahr Geld für Halloween auszugeben. Ein Trend, der nicht unbemerkt bleibt: Viele Kirchen reagieren gelassener auf das Halloween-Festival und bieten Alternativ-Angebote an, die auf christliche Feste verweisen.
In diesem spannenden kulturellen Austausch zeigt sich, dass Halloween und seine Traditionen längst nicht mehr nur in den USA verankert sind, sondern auch in Deutschland immer mehr Fuß fassen. Egal, ob bei den Lünebergs oder in den Straßen der Stadt – der gruselige Spaß verbindet Generationen und lässt die Geister der Vergangenheit auch in der Moderne lebendig werden.