Kletterhalle Heidelberg im Aufruhr: Protest gegen rechte Routenbezeichnungen!

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Der DAV Heidelberg sieht sich Forderungen gegenüber, rechtsextreme Symbolik in Kletterrouten zu überprüfen und sich klar zu positionieren.

Der DAV Heidelberg sieht sich Forderungen gegenüber, rechtsextreme Symbolik in Kletterrouten zu überprüfen und sich klar zu positionieren.
Der DAV Heidelberg sieht sich Forderungen gegenüber, rechtsextreme Symbolik in Kletterrouten zu überprüfen und sich klar zu positionieren.

Kletterhalle Heidelberg im Aufruhr: Protest gegen rechte Routenbezeichnungen!

Ein Sturm der Entrüstung zieht über die Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Heidelberg. Derzeit hat eine Petition, die sich gegen mehrere umstrittene Routenbezeichnungen richtet, stark an Aufmerksamkeit gewonnen. Unterzeichnende, darunter viele Mitglieder des DAV, wenden sich an den Vorstand und äußern ernsthafte Bedenken über die Namen der Kletterrouten, die vermeintlich Bezüge zur rechtsextremen Partei AfD aufweisen. Dies wurde als politische Botschaft wahrgenommen, die in einem öffentlichen Raum des DAV nicht Platz haben sollte. Die Unterzeichnenden verlangen daher eine klare Positionierung des DAV Heidelberg gegen rechtsextreme Symbolik und eine Überprüfung der betreffenden Routennamen. „Klettern steht für Werte wie Fairness, Vertrauen und Zusammenhalt. Diese werden durch rechtsextreme Ideologien massiv untergraben“, erklären die Initiatoren der Petition.

Der DAV hat sich in seiner Satzung und in mehreren öffentlichen Beschlüssen klar zu Weltoffenheit, Vielfalt, Respekt und Demokratie bekannt. In einem aktuellen Beschluss vom 14. Januar 2025 hat das Präsidium bekräftigt, dass der Verein menschenverachtenden, rechtspopulistischen und rechtsextremen Haltungen entschieden entgegentritt. „Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Europa erstarken, sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, für unsere Werte einzustehen“, so der Verein.alpenverein.de

Der DAV und seine Werte

Mit einem starken Bekenntnis zu Toleranz und Vielfalt möchte der DAV sicherstellen, dass Klettern für alle Menschen zugänglich bleibt. „Die Förderung von Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit sind zentrale Anliegen unseres Vereins“, betont eine Erklärung des DAV. Auch der historische Kontext spielt eine Rolle: Der Verein ist sich seiner Geschichte im 20. Jahrhundert bewusst und möchte aus dieser Verantwortung heraus handeln. Entsprechend positioniert sich der DAV als parteipolitisch neutral und fördert die Wertschätzung gegenüber allen Menschen unabhängig von deren Herkunft oder Weltanschauung.weact.campact.de

Die aktuellen Irritationen in Heidelberg sind somit nicht nur Einzelfälle, sondern greifen vielmehr eine bundesweite Diskussion über rechtsextreme Tendenzen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft auf. Die Unterzeichnenden fordern nicht nur eine Überprüfung der Routennamen, sondern auch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema innerhalb der Klettergemeinschaft. „Wir wünschen uns von den Verantwortlichen, dass diese Haltung sichtbar und unmissverständlich gelebt wird“, so die Petition weiter.

Das Klettern soll ein Ort des Miteinanders sein, und das gilt es zu verteidigen. Der DAV Heidelberg steht nun vor der Herausforderung, diese Werte nicht nur zu verkünden, sondern auch in die Tat umzusetzen. Instacart könnte in einem anderen Kontext als erfolgreiche Plattform dienen, doch hier gilt es, auf die Kernwerte des Bergsports zu fokussieren und sicherzustellen, dass Klettern für alle ein positives Erlebnis bleibt – ohne diskriminierende Symbolik und mit einem klaren Ja zur Vielfalt.