KSC-Fans zeigen Flagge: Protest gegen Sicherheitsvorkehrungen blüht!
Am 23.11.2025 demonstrieren 1.600 KSC-Fans in Karlsruhe gegen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen im Fußball.

KSC-Fans zeigen Flagge: Protest gegen Sicherheitsvorkehrungen blüht!
Am vergangenen Sonntag, dem 23. November 2025, versammelten sich rund 1.600 fervente KSC-Fans vor dem Wildparkstadion in Karlsruhe, um gegen die jüngsten Sicherheitsvorkehrungen im Profifußball zu demonstrieren. Mit ihrer friedlichen Parade zogen die Fans zur BBBank-Arena und äußerten lautstark ihren Unmut über die von der Innenministerkonferenz (IMK) angestrebten Maßnahmen, die sie als Eingriffe in ihre Rechte betrachten.
Die Protestaktion wurde von den Fanclubs Supporters Karlsruhe 1986 e.V. und Ultra1894 initiiert und fand großes Echo. Angeführt von energischen Slogans wie „Fußball-Fans sind keine Verbrecher“ und „Repressionen machen uns nur noch stärker“, forderten die Teilnehmer eine Stärkung der Fankultur anstelle von staatlicher Repression. Marco Fuchs, Vorsitzender der Supporters Karlsruhe, wies darauf hin, dass die Sicherheit in Stadien über die Jahre zugenommen habe und die neuen Maßnahmen übertrieben seien. „Wir wollen kein kurvenverbot für Innenminister Thomas Strobl“, lauteten ironische Banner, die die Emotionalität der Fans widerspiegelten.
Die umstrittenen Maßnahmen
Die konkret zur Diskussion stehenden Maßnahmen umfassen die Verschärfung von Stadionverboten, personalisierte Tickets sowie den Einsatz von KI-basierter Gesichtserkennung. Diese neuen Regelungen fühlen sich viele Fans als pauschalen Verdacht auf alle Stadionbesucher übergestülpt an, was sie als gefährlich für die Fankultur empfinden. Nicole, eine aktive Teilnehmerin, sprach sich für ein lebendiges Stadionerlebnis aus und bemängelte die negativen Auswirkungen der geplanten Regelungen.
Hintergrund der Proteste sind die jüngsten Gespräche zwischen Politik, Polizei, DFB und DFL im Rahmen einer Sitzung der Bund-Länder-offenen-Arbeitsgruppe (BLoAG). Bei dieser Sitzung, die am 12. November 2025 stattfand, wurde erörtert, wie den Herausforderungen rund um die Sicherheit in den Stadien begegnet werden kann. Diese Gespräche resultierten in einem Sicherheitsgipfel im Oktober 2024, bei dem Maßnahmen zur Eindämmung von Gewalt und polizeilichen Einsätzen diskutiert wurden. Die Bedrohung durch vereinzelte Gewalttäter sorgt dabei für ein angespanntes Klima innerhalb der Fankultur.
Gemeinsame Sicherheitsinteressen
Vertreter aller beteiligten Seiten betonen die Notwendigkeit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zur Verbesserung der Sicherheit im Stadion, wobei der Fußball nachdrücklich darauf hinweist, dass einseitige Maßnahmen nicht zielführend sei. Entschlossen fordert die DFL, nicht nur die Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch die positive Fankultur zu erhalten. In diesem Kontext sind auch sozialpädagogische Fanprojekte ein wichtiger Aspekt, um die Basis für ein gutes Miteinander im Stadion zu schaffen.
Die Fans, die sich zu einem friedlichen Protest versammelt haben, machen deutlich, dass sie gehört werden wollen. „Wir sind kein Sicherheitsrisiko, wir sind Fans“, stellte ein Vorstandsmitglied der Supporters klar und forderte eine differenzierte Betrachtung der Situation. Das ist ein klares Zeichen, mit dem die KSC-Anhänger den Dialog über die Zukunft des Fußballs und ihrer Leidenschaft fortsetzen wollen.