Neues Gewerbequartier in Konstanz: 3000 Wohnungen und Betriebe geplant!
Im neuen Stadtteil Hafner in Konstanz entstehen über 3000 Wohnungen und ein klimaneutrales Gewerbequartier zur Stärkung der lokalen Wirtschaft.

Neues Gewerbequartier in Konstanz: 3000 Wohnungen und Betriebe geplant!
Im neuen Stadtteil Hafner in Konstanz tut sich einiges: Die Stadt plant die Entwicklung eines Gewerbequartiers, das über 3000 Wohnungen sowie Gewerbeflächen umfassen soll. Laut einem Bericht von suedkurier.de hat die Stadt Leitlinien für die Ansiedlung von Unternehmen aufgestellt, die darauf abzielen, die lokale Wirtschaft zu stärken und nur solche externen Betriebe anzusiedeln, die gut in die bereits bestehenden Branchen passen.
Im Jahr 2022 waren bereits 32,9 Hektar Gewerbefläche in Konstanz nachgefragt – ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft hier hoch im Kurs steht. Besonders Ausschreibungen für Logistikunternehmen soll es nicht geben, um Lager- und Produktionsflächen nicht abzudecken. Im Fokus stehen vielmehr forschungsnahe, technologieorientierte und handwerkliche Betriebe.
Anforderungen und Ziele
Geplant ist ein hochwertiges, flächeneffizientes und klimaneutrales Gewerbequartier. Der erste Bauabschnitt konzentriert sich auf Unternehmen aus den Clustern BioLAGO, CyberLAGO und SolarLAGO sowie auf Branchen wie Maschinenbau, Robotik, Optik und Elektronik. Auch die Pressemitteilung der Stadt Konstanz spricht von klaren Branchenfokussierungen und der Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren.
Ein Mobility Hub, gewerbenahe Freiräume, Gastronomieeinrichtungen und eine Kita sind geplant, um eine attraktive Umgebung für Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen. Die Stadt hat sich außerdem einen aktiven Flächenmanagement-Prozess auf die Fahnen geschrieben, um gezielte Projektinitiierungen zu fördern.
Steuerliche Aspekte und Baukommission
Mit einer Entwicklungsgröße von 84.000 Quadratmetern werden geschätzte jährliche Gewerbesteuereinnahmen von rund 20 Millionen Euro erwartet. Um die Vergabe der Grundstücke in die richtigen Bahnen zu lenken, ist eine Baukommission mit externer Besetzung vorgesehen. Diese Maßnahme soll helfen, die Qualität und Passgenauigkeit der Ansiedlungen sicherzustellen. Es wird jedoch betont, dass keine Pläne für eine spezifische Zeitrahmen zur Umsetzung vorliegen.
Die Grundsatzdiskussion über nachhaltige Stadtentwicklung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Anknüpfend an die Kernthemenstrategie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die BMZ forciert, legt die Stadt besonderen Wert auf die Einbindung sämtlicher Akteure, um das Potenzial der Stadt sinnvoll zu nutzen und die Lebensqualität zu verbessern.
Insgesamt zeigt sich, dass in Konstanz eine spannende und zukunftsorientierte Entwicklung ins Rollen kommt, die nicht nur der lokalen Wirtschaft zugutekommen soll, sondern auch einen Beitrag zum globalen Klima- und Umweltschutz leisten könnte. Die Weichen sind gestellt – jetzt bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt in den kommenden Jahren entfaltet.