Netflix greift an: Hochkant-Videos und Billionen-Übernahme im Blick!
Netflix plant, die Übernahme von Warner Bros. für 82 Milliarden Dollar, um im Wettbewerb mit Paramount zu bestehen und das Streaming-Angebot zu erweitern.

Netflix greift an: Hochkant-Videos und Billionen-Übernahme im Blick!
Die Video-Streaming-Plattform Netflix ist bereit, neue Wege zu gehen. Erst kürzlich machte Co-CEO Greg Peters bekannt, dass das Unternehmen plant, stärker in den Bereich Hochkant-Videos einzusteigen, um mit Plattformen wie TikTok und Instagram konkurrieren zu können. Damit möchte Netflix auch jüngere Zuschauer ansprechen, die zunehmend an dieser Art von Inhalten interessiert sind. Laut schwarzwaelder-bote.de wird ein spezieller Feed mit senkrechten Clips aus Filmen und Serien bereits getestet, und sogar Ausschnitte aus Video-Podcasts könnten künftig integriert werden.
Mit dieser Erneuerung der Smartphone-App will Netflix seinen Nutzern helfen, neue Inhalte einfacher zu entdecken. Seit Kurzem vermeldete das Unternehmen, dass die Marke von 325 Millionen Kunden überschritten wurde, eine erfreuliche Nachricht, da das letzte Update zur Nutzerzahl vor über einem Jahr war. Im Jahr 2024 lag die Zahl der zahlenden Kunden noch bei 301,6 Millionen. Das Ziel, eine Milliarde Zuschauer zu erreichen, ist also nicht weit entfernt, auch wenn viele Haushalte weiterhin Accounts miteinander teilen.
Übernahmepläne und Konkurrenzkampf
Doch das ist nicht alles, was Netflix in den letzten Monaten beschäftigt hat. Kämpfend im umkämpften Markt, plant das Unternehmen die Übernahme des Studio- und Streaming-Geschäfts von Warner Bros. für stolze 83 Milliarden Dollar. Diese Ambitionen wurden zum ersten Mal im Dezember 2025 bekannt, als tagesschau.de berichtete, dass die Deal-Verhandlungen bereits fortgeschritten sind und Netflix entschlossen ist, den Bieterwettstreit mit Paramount zu gewinnen, das seinerseits ein feindliches Übernahmeangebot in Höhe von 108,4 Milliarden Dollar unterbreitet hat.
Aber was bedeutet diese Übernahme für die Streaming-Landschaft? Sollte Netflix die Übernahme gewinnen, würde dies eine Plattform schaffen, die über 400 Millionen Kunden erreicht. Dies wäre eine gewaltige Veränderung im Hollywood-Kino, insbesondere da Hollywood-Schauspieler und -Regisseure bereits Bedenken hinsichtlich möglicher Stellenabbau und der Zukunft der Filmpremieren äußern. Überdies plant Netflix, den Kaufpreis in bar zu zahlen und verzichtet auf eine Aktienkomponente, was für viele Investoren im Nachhinein zu einem Rückgang des Aktienkurses führte, der seit den Übernahmeplänen um etwa 30 Prozent gefallen ist.
Strategische Überlegungen
Ein weiterer Punkt, der in der Branche diskutiert wird, ist die strategische Ausrichtung von Netflix. Laut Peters und Ted Sarandos, den Co-CEOs von Netflix, hat das Unternehmen in der Vergangenheit ernsthaft in Erwägung gezogen, ein eigenes Filmtheater-Geschäft zu führen. Mit der Übernahme von Warner Bros. würde Netflix ein bereits bestehendes Kino-Geschäft erhalten, was für den Streaming-Riesen eine neue Geschäftsmöglichkeit darstellen könnte. Das Warner-Management hat sich dabei offenbar für Netflix entschieden, während Paramount sich direkt an die Aktionäre wandte, was die Dynamik der Verhandlungen zusätzlich beeinflusst.
Die Herausforderungen, die mit dieser Übernahme einhergehen, sind jedoch nicht zu unterschätzen. Wettbewerbshüter haben bereits Bedenken geäußert, und Senator Mike Lee machte auf die potenziellen Probleme hinsichtlich der Marktkonzentration aufmerksam. Auch die Hollywood-Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Skepsis, insbesondere in Hinblick auf die soziale und wirtschaftliche Struktur der Filmindustrie.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird, doch eines steht fest: Netflix zieht alle Register, um seine Position im Streaming-Markt zu festigen und auszubauen. Ob das Unternehmen dabei erfolgreich sein wird, hängt nicht nur von der Übernahme ab, sondern auch von seiner Fähigkeit, neue Zuschauer durch innovative Inhalte zu gewinnen.