BAföG-Krise in Baden-Württemberg: Studierende kämpfen gegen lange Wartezeiten!

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Studierende in Tübingen kämpfen mit langen BAföG-Wartezeiten, finanziellen Engpässen und mangelnder Unterstützung.

Studierende in Tübingen kämpfen mit langen BAföG-Wartezeiten, finanziellen Engpässen und mangelnder Unterstützung.
Studierende in Tübingen kämpfen mit langen BAföG-Wartezeiten, finanziellen Engpässen und mangelnder Unterstützung.

BAföG-Krise in Baden-Württemberg: Studierende kämpfen gegen lange Wartezeiten!

In Baden-Württemberg ist das Thema BAföG im Moment ein heißes Eisen, das zahlreiche Studierende betrifft. Wie SWR berichtet, gibt es immer wieder Berichte über lange Wartezeiten bei der Bearbeitung von BAföG-Anträgen, die bei verschiedenen Studierendenwerken unterschiedlich ausfallen. Mit durchschnittlich 24 Wochen in Mannheim und 21 Wochen in Tübingen-Hohenheim leidet eine Vielzahl von Studierenden unter der Verzögerung ihrer finanziellen Unterstützung, die übrigens für über 54.600 Studierende im Jahr 2024 essenziell war.

Die Auswirkungen auf das Leben vieler Betroffener sind dramatisch. Maliks Situation ist ein Beispiel dafür: Seit Oktober 2023 wartet er auf seinen BAföG-Bescheid und hat inzwischen seine Ersparnisse aufgebraucht. Seine akademische Zukunft steht auf der Kippe, da er sich einem potenziellen Studienabbruch gegenübersieht. Auch Valeria, die seit Herbst 2024 auf eine Antwort wartet, hat bereits Untätigkeitsklage eingereicht, um ihre Ansprüche durchzusetzen. Der Anstieg solcher Klagen zeugt von den wachsenden Existenzängsten, die die Studierenden plagen, wie die SWP ausführlich beschreibt.

Finanzielle Sorgen nehmen zu

Wie sich die Situation weiter zuspitzt, zeigt der Umstand, dass im Jahr 2024 über 12.000 BAföG-Anträge eingereicht wurden und die Bearbeitungszeiten aufgrund von Personalmangel und hohen Antragszahlen nicht erfasst werden können. Aktuell sind beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim immerhin nur 36,56 Mitarbeitende für die Bearbeitung zuständig. Die Unzufriedenheit reißt nicht ab; Beschwerden über geringe Erreichbarkeit und fehlende Transparenz haben zugenommen. Das Studierendenwerk plant Maßnahmen zur Verbesserung, doch die Studierenden wünschen sich vor allem eine schnellere Bearbeitung ihrer Anträge und weniger bürokratische Hürden.

Die lange Wartezeit hat jedoch breitere Auswirkungen als nur finanzielle Schwierigkeiten. Die Kombination aus unzureichendem BAföG und hohen Lebenshaltungskosten setzt viele Studierende unter Druck, was die Angst vor Armut und Schulden weiter schürt. Statistiken zeigen einen klaren Anstieg der Stresssymptome unter den Studierenden, die auf schnelle Unterstützung angewiesen sind.

Empfehlungen zur Antragstellung

Es bleibt abzuwarten, ob und wie die zuständigen Stellen auf die wachsenden Beschwerden reagieren werden. In der Zwischenzeit bleibt vielen Studierenden nichts anderes übrig, als Geduld zu zeigen und auf hoffentlich baldige Lösungen zu hoffen. Auch wenn die Entwicklungen im Bereich BAföG für viele gerissene Nerven und professionelle Unterstützung notwendig machen, könnte es sich lohnen, den eigenen Antrag rechtzeitig zu stellen und alle nötigen Unterlagen dabei zu haben.