Medizinstudenten als MEDI Paten : Lebensfreude für krebskranke Kinder!

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In Tübingen engagieren sich Medizinstudenten als „MEDI Paten“ für krebskranke Kinder, um Ablenkung und emotionale Unterstützung zu bieten.

In Tübingen engagieren sich Medizinstudenten als „MEDI Paten“ für krebskranke Kinder, um Ablenkung und emotionale Unterstützung zu bieten.
In Tübingen engagieren sich Medizinstudenten als „MEDI Paten“ für krebskranke Kinder, um Ablenkung und emotionale Unterstützung zu bieten.

Medizinstudenten als MEDI Paten : Lebensfreude für krebskranke Kinder!

In Tübingen sorgt eine großartige Initiative dafür, dass krebskranke Kinder trotz schwieriger Zeiten ein Lächeln auf den Lippen tragen können. Medizinstudenten haben die Möglichkeit, als „MEDI Paten“ aktiv zu werden und den kleinen Patient:innen in der Kinderkrebsklinik eine wertvolle Unterstützung zu bieten. Die Idee hinter dieser Patenschaft? Den Kindern Ablenkung von ihrer Krankheit zu verschaffen und schöne Momente zu schaffen, die für ein bisschen Normalität sorgen.

Florina, ein neun Jahre altes Mädchen, ist ein lebendes Beispiel für die positiven Auswirkungen dieser Initiative. Seit eineinhalb Jahren hat sie eine Patin namens Laura. „Ich treffe mich ein bis zwei Mal pro Woche mit Laura“, erzählt sie strahlend. Diese gemeinsamen Stunden, wo sie spielen, malen oder sogar gemeinsam kochen, heben nicht nur ihre Stimmung, sondern vertreiben auch die Langeweile während der langen Klinikaufenthalte. Laura, eine 26-jährige Medizinstudentin, empfindet diese Zeit ebenfalls als eine willkommene Abwechslung vom stressigen Uni-Alltag. „Es ist schön, mit den Kindern zu sein“, sagt sie, „es gibt mir die Möglichkeit, abzuschalten und etwas Gutes zu tun“.

Wie funktioniert die Patenschaft?

Die „MEDI Paten“ besuchen ihre Patenkinder regelmäßig und bieten ihnen nicht nur Unterhaltung, sondern auch emotionale Unterstützung. Diese Aktivitäten werden individuell abgestimmt, basierend auf den Wünschen der Kinder. So gab es zum Beispiel sogar eine Halloween-Party, die den kleinen Patient:innen tolle Erlebnisse beschert hat. Auch die Eltern profitieren von der Patenschaft: Sie erleben eine erhebliche Erleichterung, sowohl emotional als auch physisch, während sie sich um die medizinische Versorgung ihres Kindes kümmern.

Die Initiative wurde vor drei Jahren von Linda Maschke und Niclas Wiebe ins Leben gerufen. Die beiden Medizinstudenten der Universität Tübingen haben sich damit ein wirklich gutes Projekt in die Wiege gelegt. Linda betont die Vorteile des geringen Altersunterschieds zwischen den Paten und den Kindern, was es einfacher macht, eine Verbindung herzustellen. Außerdem ist es wichtig, dass Patenschaften auch nach sprachlichen Gemeinsamkeiten organisiert werden, damit Barrieren zwischen den Paten und ihren Patenkindern überwunden werden können.

Blick in die Zukunft

Das Projekt hat seither bereits rund 50 Patenschaften hervorgebracht und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig menschliche Nähe und Kommunikation in der Medizin sind. Die Initiatoren haben große Pläne: Sie möchten ihr Konzept auf alle deutschen Universitätskinderkliniken sowie nach Österreich und in die Schweiz ausweiten, damit noch mehr krebskranke Kinder von diesem wertvollen Programm profitieren können.

So wird in Tübingen nicht nur Heilung in medizinischer Hinsicht angestrebt; auch Mitgefühl und Menschlichkeit stehen im Fokus. Dieses menschliche Miteinander sorgt nicht nur bei den Kranken für Freude, sondern bereichert auch die Medizinstudenten in ihrer zukünftigen Berufserfahrung.

Wenn Sie mehr über die MEDI Paten-Initiative erfahren möchten, besuchen Sie die entsprechende Webseite. Auch SWR Aktuell berichtet regelmäßig über die Fortschritte und Aktivitäten der Patenschaftsprojekte in Tübingen.