Biogas-Studie: Neue Chancen für Altötting und Mühldorf entdecken!
Wirtschaftsminister Aiwanger stellt Machbarkeitsstudie zu Biogas in Altötting vor, um neue Vermarktungswege zu prüfen.

Biogas-Studie: Neue Chancen für Altötting und Mühldorf entdecken!
In einem wegweisenden Schritt für die Region hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am 19. Dezember 2025 in Töging eine Machbarkeitsstudie zu Biogas vorgestellt. Diese wichtige Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Biogas-Anlagen kurz vor dem Ende ihrer EEG-Förderung stehen. Die Studie zielt darauf ab, neue Vermarktungswege für Biogas in den Landkreisen Altötting, Mühldorf am Inn und Rottal-Inn zu prüfen. Aiwanger überreichte dabei auch eine Förderurkunde an den Bayerischen Bauernverband und die Ingenieurbüro RegPower GmbH, die gemeinsam die Studie durchführen, wie Chiemgau24 berichtet.
Die Machbarkeitsstudie berücksichtigt über 200 Biogasanlagen, die zusammen eine enorme Gesamtenergieerzeugung von rund 1.880 GWh Biomethan aufweisen. Um das in Zahlen zu bringen: Das entspricht dem Erdgasverbrauch von etwa 50.000 Haushalten. Die Erkenntnisse aus der Studie könnten als Blaupause für ganz Bayern dienen und fördern somit nicht nur die lokale Energieversorgung, sondern tragen auch zur regionalen Wertschöpfung bei.
Das Potenzial von Biogas
Aber was steckt genau hinter dem Sammelbegriff „Biogas“? Laut BMLE ist Biogas eine der tragenden Säulen des zukünftigen Energiesystems. Es ist nicht nur klimaverträglich und unabhängig von Sonnen- und Windbedingungen, sondern zudem flexibel nutzbar und speicherbar. In Deutschland werden derzeit etwa 9.600 Biogasanlagen betrieben, die über 9 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Zudem können sie die Wärmeversorgung von mehr als 2,5 Millionen Haushalten gewährleisten.
Ein weiterer großer Vorteil der Biogasproduktion ist, dass sie auf eine Vielzahl von Rohstoffen zurückgreifen kann. Aktuell werden insbesondere Reststoffe wie Gülle und Mist verwendet, aber auch alternative Energiepflanzen könnten zum Einsatz kommen. Diese Maßnahmen könnten dazu führen, dass ohne zusätzlichen Flächendruck das Biogaspotenzial in Deutschland mobilisiert wird. So können etwa 20% des derzeit genutzten Potenzials kurzfristig in die Biogasproduktion überführt werden und damit einen relevanten Beitrag zur Energieversorgung leisten.
Regional und krisenfest
Die Bayerische Biogasstrategie zeigt, dass man mit einer Clusterbildung von Biogasanlagen neue Perspektiven für die Branche eröffnen kann. Die Clusterlösungen helfen nicht nur bestehenden Anlagen, sondern fördern auch die Entwicklung neuer Projekte in der Region. Aiwanger betont immer wieder, dass Biogas als regional verfügbare und krisenfeste Energiequelle in den Fokus der energiepolitischen Diskussion gerückt werden sollte. Diese Sichtweise wird auch vom Bayerischen Bauernverband unterstützt, der politische Verlässlichkeit für Investitionen in die Biogasbranche fordert.
Insgesamt zeigt die aktuelle Entwicklung im Bereich Biogas, dass es nicht nur um die Energieproduktion geht, sondern auch um die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der regionalen Wirtschaft. Biogas kann nicht nur als emissionsarmer Kraftstoff, sondern auch zur Einsparung von jährlich über 21 Millionen Tonnen Treibhausgasen beitragen und damit auch der Kreislaufwirtschaft und dem Klima- sowie Artenschutz zugutekommen. Ein gutes Händchen für neue Entwicklungen in dieser Branche könnte der Gesellschaft also tatsächlich zugutekommen.