Tragischer Verkehrsunfall: Radfahrerin stirbt nach Mercedes-Kollision
Am 22. Juni 2025 kam es in Ehingen, Landkreis Ansbach, zu einem tragischen Unfall, bei dem eine 69-jährige Radfahrerin tödlich verletzt wurde.

Tragischer Verkehrsunfall: Radfahrerin stirbt nach Mercedes-Kollision
Ein tragischer Unfall ereignete sich am Sonntag, dem 22. Juni 2025, im Landkreis Ansbach, in Ehingen. Eine 69-jährige Radfahrerin wollte die Straße zwischen Ehingen und Wittelshofen in Richtung Hesselberg queren, als sie von einem Mercedes erfasst wurde, der gerade einen VW überholte. Das Unglück geschah kurz vor 18 Uhr. Trotz der Rettungsmaßnahmen und des schnellen Einsatzes eines Rettungshubschraubers verstarb die Frau später in einer Klinik an ihren schweren Verletzungen. Die Polizeiinspektion Dinkelsbühl übernahm die Ermittlungen und zog einen Gutachter hinzu, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.
Wie Merkur berichtet, wirft dieser Vorfall erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren, denen Radfahrer im Straßenverkehr ausgesetzt sind. Die Unfallstatistik spricht für sich: Jeder sechste Verkehrstote in Deutschland ist ein Radfahrer. Im Jahr 2024 verloren insgesamt 441 Radfahrer ihr Leben auf deutschen Straßen, was einem Anstieg von 11,4 Prozent im Vergleich zu 2014 entspricht. Während die Gesamtzahl der Verkehrstoten in den letzten Jahrzehnten um 18,3 Prozent zurückging, zeigt sich, dass vor allem ältere Radfahrer besonders gefährdet sind. Knapp zwei Drittel der getöteten Radfahrer waren 65 Jahre oder älter, wobei viele von ihnen auf E-Bikes unterwegs waren.
Ein alarmierender Trend
Die steigende Zahl der tödlichen Unfälle mit Radfahrern wird häufig auf die zunehmende Zahl der Pedelec-Nutzer zurückgeführt. Diese elektrisch unterstützten Fahrräder sind schwerer und beschleunigen schneller, was die Handhabung erschwert. Laut Tagesspiegel waren von den 441 getöteten Radfahrern im Jahr 2024 192 mit einem E-Bike unterwegs. Insbesondere Kollisionen zwischen Radfahrern und Autos führen häufig zu schweren Verletzungen oder gar Todesfällen. So waren im Jahr 2023 70,7 Prozent der Fahrradunfälle, bei denen es zu Verletzungen kam, mit einem Auto beteiligt.
Auffallend ist auch, dass knapp jeder dritte tödliche Fahrradunfall ohne weiteres Fahrzeugbeteiligung geschah. Witterung und Infrastruktur spielen oft eine entscheidende Rolle. Laut einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) sind mangelhafte Radwege und schlechte Straßenverhältnisse häufige Unfallursachen. So gab es im Jahr 2023 ca. 27.400 Radunfälle ohne Fremdeinwirkung, wobei die Unfälle mit schwer Verletzten stark zugenommen haben.
Hilferufe nach besseren Radwegen
Die Fahrradkultur in Deutschland ist am Wachsen, allerdings zeigt die Zahl der verletzten und getöteten Radfahrer, dass Handlungsbedarf besteht. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert bereits, dass mehr und bessere Radwege geschaffen werden müssen, da viele der existierenden Radwege in einem schlechten Zustand sind oder gar fehlen. Laut einer Umfrage fühlten sich 70 Prozent der Befragten im Straßenverkehr unsicher, was darauf schließen lässt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen.
Die traurigen Ereignisse dieses Unfalls in Ehingen sind ein eindringlicher Reminder für alle Verkehrsteilnehmer. Es ist an der Zeit, dass die Sicherheit von Radfahrern in den Fokus rückt und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung solcher Unfälle ergriffen werden. Während der ADFC und andere Organisationen für bessere Bedingungen plädieren, bleibt abzuwarten, ob und wie schnell hier Fortschritte erzielt werden können.