Protest in Aschaffenburg: Bürger wehren sich gegen ICE-Halt-Streichung!
Am 11.11.2025 protestiert Aschaffenburg gegen die Streichung des frühen ICE-Halts und fordert eine Online-Petition für den Erhalt.

Protest in Aschaffenburg: Bürger wehren sich gegen ICE-Halt-Streichung!
In Aschaffenburg rührt sich Widerstand: Die geplante Streichung des ICE-Halts um 7:05 Uhr sorgt für jede Menge Aufregung. Die Deutsche Bahn hat beschlossen, ab Mitte Dezember 2023 den Halt im Stadtgebiet aus dem Fahrplan zu nehmen und stattdessen in Hanau zu stoppen. Die Begründung? Ein stabilerer Fahrbetrieb. Doch das stößt auf großen Unmut unter den Pendlern, die den frühen Zug dringend benötigen, um pünktlich in Frankfurt anzukommen. Oberbürgermeister Jürgen Herzing bezeichnet diese Entscheidung als "fatal" und fordert ein Umdenken von der Bahn, um den Anschluss zu gesichert. „Ein Verlust dieses Haltes wäre für viele eine massive Einschränkung“, so Herzing.
Eine Online-Petition mit dem Titel „ICE 1022 – Nächster Halt: Aschaffenburg“ wurde gestartet, um gegen diese Maßnahme zu mobilisieren. Initiiert von Manuel Michniok aus der Stadt Aschaffenburg und Dr. Sophie Peter vom Landkreis Aschaffenburg, setzt die Petition auf breiten Rückhalt aus der Bevölkerung. Bislang unterstützen unter anderem auch Landrat Dr. Alexander Legler, der Hauptgeschäftsführer der vbw Thomas Weber sowie Björn Wortmann vom DGB und Ludwig Paul von der Handwerkskammer die Initiative. „Wir müssen die Streichung verhindern, um langfristig die Anbindung Aschaffenburgs im Fernverkehr zu sichern“, erklärt Michniok. Die Petition zielt darauf ab, die Rücknahme der Streichung zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 zu erreichen. Unterzeichnet werden kann online unter change.org/bahnhalt_ab.
Warum ist der ICE-Halt so wichtig? Rund 3.800 Personen pendeln täglich vom Bayerischen Untermain nach Frankfurt, wobei 608 davon zwischen 6 und 9 Uhr den Fernverkehr nutzen. Viele Bürger sind überzeugt, dass die Streichung des 7:05 Uhr-Zuges zu einer Überlastung des nächstfolgenden ICE um 7:33 Uhr führen wird. Das würde nicht nur für die Pendler eine enorme Herausforderung darstellen, sondern auch die allgemeine Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs belasten, da die Regionalverbindungen ohnehin schon ständig überlastet sind.
Zusätzliche Unterstützung für den Protest kommt von Bundestagsabgeordneter Andrea Lindholz, die sich direkt an die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium gewandt hat, um die Möglichkeit einer Rückkehr des Haltes im Sommerfahrplan zu prüfen. „Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen auf verlässliche Verkehrsanbindungen angewiesen sind, ist es entscheidend, dass wir diesen Halt nicht verlieren“, sagt Lindholz. Auch die Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg hat die Entscheidung heftig kritisiert und bezeichnet diese als wichtig für die wirtschaftlichen Standortbedingungen der Region.
Am 14. Dezember 2025 wird es also spannend sein, ob der Protest der Bürger tatsächlich Wirkung zeigt oder ob die Deutsche Bahn an ihrer Entscheidung festhält. Die Anzeichen stehen jedenfalls auf Widerstand, und die nächsten Wochen könnten den entscheidenden Wendepunkt für die ICE-Anbindung Aschaffenburgs darstellen. Halten Sie die Ohren steif!