Nebenkosten-Abrechnung in Dachau: Eigentümer warten verzweifelt!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
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In Dachau warten Eigentümer seit Monaten auf Jahresabrechnungen der Hausverwaltung. Rückstände und fehlende Versammlungen sorgen für Unmut.

In Dachau warten Eigentümer seit Monaten auf Jahresabrechnungen der Hausverwaltung. Rückstände und fehlende Versammlungen sorgen für Unmut.
In Dachau warten Eigentümer seit Monaten auf Jahresabrechnungen der Hausverwaltung. Rückstände und fehlende Versammlungen sorgen für Unmut.

Nebenkosten-Abrechnung in Dachau: Eigentümer warten verzweifelt!

Jetzt mal Hand aufs Herz, was passiert, wenn die Hausverwaltung nicht liefers? Walter Heinlein, Eigentümer einer vermieteten Zweizimmerwohnung in Dachau, kennt dieses Problem nur zu gut. Seit Monaten warten er und zahlreiche andere Wohnungseigentümer auf die Jahresabrechnung sowie den Wirtschaftsplan ihrer Hausverwaltung, die seit 2023 im Rückstand ist. Hier hätte eine rege Kommunikation und Transparenz wirklich Wunder wirken können.

Die Hausverwaltung Baake hat es nicht geschafft, die Nebenkosten rechtzeitig zu berechnen. Das hat nicht nur zur Folge, dass Heinlein und seine Mieter die Nebenkosten nicht beim Finanzamt absetzen können, sondern auch, dass sie mit keiner klaren Planung für die Zukunft rechnen können. Ein formloser Antrag auf Fristverlängerung für die Abrechnung wurde vom Finanzamt schlichtweg abgelehnt. Es scheint, als wäre diese Situation auch nicht mehr zu retten.

Kommunikationsschwierigkeiten und Frustration

Die Kommunikationspolitik der Hausverwaltung lässt stark zu wünschen übrig. Heinlein hat mehrfach versucht, Klarheit zu bekommen, doch seine Anfragen wurden schlicht ignoriert – zwei Einschreibebriefe blieben unbeantwortet. Lediglich ein Brief aus dem Januar 2025 kündigte vage an, dass man sich an die Jahresabrechnung für 2023 mache. Verwirrung und Frustration sind vorprogrammiert.

Ein weiteres Problem verschärft die Situation: Seit 2023 fand keine Eigentümerversammlung mehr statt, was zu einer schlechten Vernetzung unter den Eigentümern geführt hat. Viele von ihnen wissen nicht, was die anderen denken oder planen. Rudolf Stürzer vom Eigentümer-Verein Haus & Grund erläutert, dass ein Wirtschaftsplan jährlich vom Verwalter aufgestellt werden müsse – was hier offenkundig nicht der Fall ist.

Über die rechtlichen Möglichkeiten

Laut dem Bundesgerichtshof ist die Jahresabrechnung innerhalb von drei bis sechs Monaten nach Ablauf des Wirtschaftsjahres fällig. Der Wirtschaftsplan für 2024 hätte bis spätestens 30. Juni 2025 vorliegen müssen, aber die betroffenen Eigentümer stehen weiterhin ohne klare Informationslage da. Stürzer macht darauf aufmerksam, dass Eigentümer in der Theorie die Möglichkeit hätten, die Hausverwaltung auf Schadensersatz zu verklagen, was angesichts der Umstände wohl für viele eine Überlegung wert ist.

Ein Grund für die Verzögerungen seitens der Hausverwaltung könnte die Personalbeschaffung nach der Corona-Pandemie sein, wie die Verwaltung selbst angibt. Doch das ist für die betroffenen Wohnungseigentümer ein schwacher Trost. Schließlich bleibt der Zustand bis zur endgültigen Klärung angespannt. Nach zehn Tagen hat Heinlein schließlich die Jahresabrechnung erhalten, trotzdem bleibt der Frust groß. Was hätte man mit einer rechtzeitigen Abrechnung alles vermeiden können.

Die Lage ist für die Eigentümer in Dachau also weiterhin angespannt. Der Wunsch nach einer schnellen Klärung wächst, und es bleibt abzuwarten, wie die Hausverwaltung mit dieser Herausforderung umgehen wird. Der Handlungsbedarf ist eindeutig: Hier muss ein Umdenken stattfinden, um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden und um die Kommunikation zu verbessern.

Wie sich die Situation entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die besorgten Eigentümer hoffen auf eine baldige Wende im Umgang mit den wirtschaftlichen Angelegenheiten ihrer Immobilien, während sie ihre Rechte und Möglichkeiten weiterhin kritisch beleuchten müssen.