Erlangen erhält bald neue Synagoge: Ein Zuhause für die Gemeinde!
Erlangen: Jüdische Kultusgemeinde plant neue Synagoge an der Bismarckstraße. Spendenaktion gestartet, Baukosten etwa 5 Millionen Euro.

Erlangen erhält bald neue Synagoge: Ein Zuhause für die Gemeinde!
Die Jüdische Kultusgemeinde Erlangen ist auf einem spannenden Weg, ihre eigene Synagoge zu errichten. In den letzten Jahren hat die Gemeinde verschiedene Räumlichkeiten angemietet, darunter die Hauptstraße, die Hindenburgstraße und die Ratsberger Straße. Aktuell besitzt die Gemeinde lediglich den Jüdischen Friedhof und das Taharahaus. Doch das könnte sich bald ändern, denn man plant, ein neues Zuhause zu schaffen. Der Freistaat Bayern hat beschlossen, der Gemeinde ein Grundstück an der Bismarckstraße unentgeltlich zu überlassen. Wie die Jüdische Allgemeine berichtet, hat der Ministerrat in München sogar auf den Erbbauzins verzichtet, was für die Gemeinde eine enorme Entlastung darstellt.
Ester Limburg-Klaus, die Vorsitzende der Gemeinde, zeigt sich begeistert über diesen Beschluss und betrachtet ihn als einen großen Schritt in die richtige Richtung. Der Bau der Synagoge, der mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt wird, stellt allerdings einen finanziellen Kraftakt dar. Die Gemeinde hat sich eine Frist von vier Jahren bis zum Baubeginn gesetzt und hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die notwendigen Mittel zu sammeln. Zudem sind Anträge beim bayerischen „Synagogentopf“ geplant, um finanzielle Unterstützung zu erhalten.
Ein Ort der Begegnung
Das Grundstück an der Bismarckstraße ist großzügig genug und bietet Platz für eine Synagoge sowie ein Gemeindezentrum. Limburg-Klaus betont, dass die neue Synagoge nicht nur ein religiöser Raum sein soll, sondern auch ein Ort des Austauschs und der Kultur. Die Gemeinde, die rund 120 Mitglieder zählt, hat ihre Wurzeln in der ehemaligen Sowjetunion und bietet Gottesdienste, Religionsunterricht sowie kulturelle Veranstaltungen an. Die Notwendigkeit eines eigenen Zuhauses für die Gemeinde wird von Limburg-Klaus eindringlich unterstrichen, da die derzeitigen gemieteten Räumlichkeiten dies nicht optimal fördern können.
Ein besonderer Name wird der neuen Synagoge ebenfalls zuteil: Sie soll nach Jacob Herz benannt werden, einem geschätzten Wohltäter in Erlangen. Die Jüdische Kultusgemeinde hat eine bewegte Geschichte; sie wurde 1997 nach der Schoa neu gegründet und kämpft seither darum, ihrer Gemeinschaft einen festen Platz zu geben.
Während in Erlangen die Planungen voranschreiten, gibt es auch andere Themen, die die Region beschäftigen. Man blickt gespannt auf die Entwicklungen, die sich nicht nur im kulturellen Bereich, sondern auch in den digitalen Dienstleistungen vollziehen. So hat Yahoo! JAPAN seit dem 6. April 2022 seine Dienste im Europäischen Wirtschaftsraum und im Vereinigten Königreich eingestellt, da eine kontinuierliche Bereitstellung nicht mehr möglich ist, was viele Nutzer betrifft. Aber das sind andere Geschichten, die vielleicht die nächste Ausgabe füllen werden.
Insgesamt zeigt die Jüdische Kultusgemeinde Erlangen mit ihrem Vorhaben, eine eigene Synagoge zu bauen, dass sie den Blick nach vorne richtet und bereit ist, neue Wege zu gehen. Wir dürfen gespannt sein, welche weiteren Schritte in den kommenden Jahren folgen werden.