Fans der SPVGG GREUTHER FÜRTH demonstrieren für Fankultur und Sicherheit!
Diskussionen über Fanproteste und Sicherheit in Fußballstadien: Greuther Fürth setzt auf lokale Entscheidungsbefugnisse.

Fans der SPVGG GREUTHER FÜRTH demonstrieren für Fankultur und Sicherheit!
In Deutschland stehen Fußballstadien und die darin lebendige Fankultur derzeit im Fokus einer heftigen Debatte. Die Spielvereinigung Greuther Fürth und ihre aktive Fanszene haben angekündigt, am kommenden Wochenende zu protestieren. Im Rahmen dieses Protests werden die Fans während der ersten zwölf Minuten eines Abendspiels schweigend auf den Rängen verweilen. Dies gaben die Verantwortlichen des Vereins auf ihrer Webseite bekannt. Sie zeigen Verständnis für die Sorgen der Fans und betonen, dass die politische Diskussion die positive Fankultur, die in Deutschland großgeschrieben wird, nicht angemessen berücksichtigt. Laut SGF1903 berichtete, sind Statistiken deutlich, dass das Stadionerlebnis sicher ist.
Im Vorfeld einer Sitzung der Innenministerkonferenz (IMK), die vom 3. bis 5. Dezember in Bremen stattfindet, wird über mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in den Stadien diskutiert. Die aktive Fanszene, die die Sicherheit der Stadien bestätigt, fordert mit Plakaten in den Arenen auch eine breitere politische Diskussion. Der Prozess wird von der Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) unterstützt, deren Jahresberichte rückläufige Zahlen bei Verletzungen und Ermittlungsverfahren dokumentieren, trotz steigender Besucherzahlen, wie der Sportschau berichtet.
Stadionsicherheit im Fokus
In einer Sitzung am 12. November 2025 stellte die Bund-Länder-offene-Arbeitsgruppe (BLoAG) die aktuelle Sicherheitslage in den Stadien in den Mittelpunkt. Vertreter aus Politik, Polizei sowie DFB und DFL diskutierten die gestiegene Anzahl an Polizeieinsätzen und die Herausforderung, mit der sich Gewaltbereitschaft konfrontiert sieht. Inmitten dieser Debatte ist es von Bedeutung, dass die einzigartige Fankultur erhalten bleibt. Wie aus den Diskussionen hervorgeht, wird eine Reduzierung der Kartenkontingente für Gästefans und die Personalisierung von Tickets thematisiert, jedoch stoßen diese Vorschläge auf Widerstand, da sie nicht auf die wirklichen Täterschaften abzielen, so die Vereine.
Die Fans befürchten eine unüberlegte Vorgehensweise durch Behörden, die auf alle Fans abzielte und nicht nur auf die wirklichen Problematiken. Auch der DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat in diesem Zusammenhang bestätigt, dass der Stadionbesuch sicher ist, dennoch sieht er den Druck der politischen Entscheidungen. Die Diskussion um einen respektvollen Umgang mit Pyrotechnik ist ebenfalls erwähnenswert; während DFB und DFL für eine Null-Toleranz-Strategie plädieren, fordern die Fans, dass Pyrotechnik als Teil ihrer Kultur akzeptiert wird.
Ausblick und Handlungsbedarf
Ein zentraler Punkt bleibt die Schaffung einer übergeordneten Stadionverbotskommission beim DFB, die lokalen Kommissionen unter die Arme greifen soll, ohne dass die individuellen Fälle pauschal behandelt werden können. Es gilt auch, die Anzahl der Fanbeauftragten zu erhöhen und die Sicherheitsbeauftragten zu stärken. Die Mitgliederversammlung des DFL e.V. plant, im Dezember Entscheidungen zu treffen, die diese Maßnahmen für die Bundesliga und 2. Bundesliga skizzieren. Der Weg zu einem verbesserten Sicherheitsgefühl im Stadion ist gepflastert mit der Hoffnung, dass die positiven Aspekte der Fankultur nicht unter den Tisch fallen.
In Zeiten wie diesen, da liegt der Ball bei allen Beteiligten: Vereinen, Fans und Politiker. Eine sachliche Diskussion und ein gutes Miteinander könnten zeigen, dass sich die Fankultur auch weiterhin sicher im Stadion entfalten kann. Aber auch die Sicherheit ist und bleibt eine zentrale Herausforderung für alle im Fußball.