Neue Hinweise im Mordfall: Ermittler suchen Zeugen aus zwei Städten!
Ermittlungen zu den Mordfällen Marion Baier und Sonja Hurler: Polizei sucht Zeugen und Hinweise zu den Verbrechen in Fürth.

Neue Hinweise im Mordfall: Ermittler suchen Zeugen aus zwei Städten!
Im Norden des Allgäus, wo die Berge die Hügellandschaft umarmen, graben Ermittler nach neuen Spuren in den tragischen Mordfällen zweier Mädchen. Im Fokus stehen die mysteriösen Taten an der zwölfjährigen Marion Baier, die 1973 in der Nähe von Oberasbach starb, und der 13-jährigen Sonja Hurler, die 1981 einem verheerenden Verbrechen zum Opfer fiel. Beide Fälle tragen ein düsteres Muster in sich, das nun wieder ins Licht gerückt wird. Besonders bemerkenswert ist, dass die Polizei Parallelen zwischen den beiden Taten sieht, die sowohl durch ihre Zeit als auch durch die Brutalität der Angriffe miteinander verbunden sind, wie Tag24 berichtet.
Nachdem die Ermittlungen 2023 durch moderne kriminaltechnische Methoden wiederbelebt wurden, suchen die Behörden in Kempten und Mittelfranken nach neuen Hinweisen. Die Kriminalpolizei hat DNA-Spuren an den Beweismitteln gesichert, die auf mögliche Täter hindeuten könnten. Bei einer Reihenuntersuchung wurden Speichelproben von 300 Männern, die damals in der Nähe wohnten, genommen. Leider ergaben die Tests keinen Treffer, was die Suche nach dem oder den Tätern nicht einfacher macht und die Ermittler vor eine neue Herausforderung stellt.
Die Mädchen und ihre Schicksale
Die Schicksale von Marion und Sonja sind tragisch und erschütternd. Marion Baier wurde in der Nacht zum 2. Juli 1973 getötet, nachdem sie ein Fest in Zirndorf besucht hatte. Sie war dabei, nach Hause zu gehen, als das Unheil seinen Lauf nahm. Knapp acht Jahre später, in der Nacht des 4. Juli 1981, wurde Sonja Hurler ermordet, während sie nach einem Streit mit ihrer Mutter zu ihrer Großmutter aufbrechen wollte. Diese beiden Sommernächte sind nun für die beteiligten Ermittler und die Öffentlichkeit von großem Interesse, wie T-Online berichtet.
Der mutmaßliche Tatort des Mordes an Sonja Hurler liegt in unmittelbarer Nähe eines Sommerfestes an der Tom-Mutters-Schule in Thingers, was die Ermittler dazu veranlasst, nach Zeitzeugen aus dieser Zeit zu suchen. Insbesondere ist die Kriminalpolizei in Fürth an Bildern vom Fischerfest in Zirndorf interessiert, da diese möglicherweise wichtige Hinweise liefern könnten.
Belohnung und Öffentlichkeitsarbeit
Um die Fälle weiter aufzuklären, hat das Landeskriminalamt eine Belohnung von 10.000 Euro ausgelobt. Die Behörden hoffen, damit neue Informationen zur Aufklärung des Mordes an Marion Baier und zur Festnahme des Täters zu erhalten. Die Öffentlichkeitsarbeit, ergänzt durch das Erscheinen der Fälle in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“, soll Lebensmittelpunkt für die Erinnerungen der Menschen sein, die damals in der Region lebten und vielleicht etwas beobachtet haben, was zur Aufklärung beitragen könnte.
Während die Ermittlungen weiterlaufen, bleiben die Gedanken bei den beiden Mädchen und den unzähligen Fragen, die ihre Schicksale hinterlassen haben. Das Hoffen auf Aufklärung und Gerechtigkeit führt Ermittler und Öffentlichkeit zusammen – vielleicht stehen wir kurz davor, Licht in diese dunklen Kapitel der Vergangenheit zu bringen.