Eichelschwein-Projekt in Iphofen: Tradition trifft nachhaltige Zukunft!

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Bundestagsabgeordneter Niklas Wagener besuchte das Eichelschwein-Projekt in Iphofen zur Förderung nachhaltiger Tierhaltung.

Bundestagsabgeordneter Niklas Wagener besuchte das Eichelschwein-Projekt in Iphofen zur Förderung nachhaltiger Tierhaltung.
Bundestagsabgeordneter Niklas Wagener besuchte das Eichelschwein-Projekt in Iphofen zur Förderung nachhaltiger Tierhaltung.

Eichelschwein-Projekt in Iphofen: Tradition trifft nachhaltige Zukunft!

Am vergangenen Wochenende gab es in Iphofen Besuche, die nicht nur für die Umwelt von Bedeutung sind. Bundestagsabgeordneter Niklas Wagener von Bündnis 90/Die Grünen stattete dem Ortsverband der Grünen einen Besuch ab. Dabei nutzte er die Gelegenheit, um das Eichelschwein-Gehege im Possenheimer Wald zu besichtigen, ein Projekt, das vor über zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen wurde, um eine alte Tradition zu beleben, die Schweine im Herbst in den Wald zu treiben. Dieses Projekt steht für nachhaltige Agroforstwirtschaft und artgerechte Tierhaltung und hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. mainpost.de berichtet von dieser Veranstaltung.

Bei strahlendem Wetter und guter Laune begleiteten Bürgerinnen und Bürger aus Iphofen und Possenheim den Bundestagsabgeordneten bei seinem Rundgang durch das Gehege. Rainer Fell, ein ehemaliger Stadtförster und mittlerweile Bürgermeisterkandidat der Grünen, führte die Gruppe direkt zu den Eichelschweinen, die sich zwischen alten Eichen ungestört bewegen konnten. Fell, der das Projekt über zwei Jahrzehnte (und jede Menge Geduld) begleitet hat, erläuterte den Besuchern, wie wichtig die Schweine für den Wald sind. Sie fördern die Struktur des Waldes und tragen somit zur nachhaltigen Bewirtschaftung bei.

Nachhaltige Tradition und Innovation

Mit Unterstützung des Bayerischen Naturschutzfonds begann alles vor mehr als 20 Jahren, als Hans Huss die Eichelschwein GmbH gründete. Der erste Schritt zur Wiederbelebung dieser Tradition geschah in Hellmitzheim, bevor später 40 Hektar Wald im Possenheimer Forst zur Verfügung gestellt wurden. In diesem Jahr gab es besonders viele Eicheln, was die Schweine zu schätzen wissen. Diese dienen nicht nur als Futter, sondern fördern auch das Wohlbefinden der Tiere und die Biodiversität im Wald.

Die Eichenfläche wird als Altdurchforstungswald bewirtschaftet, und die regelmäßige Durchforstung alle zehn Jahre sorgt dafür, dass der Wald in einem gesunden Zustand bleibt, ohne dass ein Kahlschlag nötig wäre. Nach der Besichtigung konnten die Besucher Kostproben von Eichelschweinschinken und fränkischer Wurst genießen — eine wahre Gaumenfreude!

Ein Blick in die Vinothek

Nach dem spannenden Rundgang im Wald besuchte die Gruppe die Vinothek in Iphofen. Hier hatten die Stadtratskandidaten die Gelegenheit, über die derzeitigen Herausforderungen und die Situation der Winzer zu sprechen. Ein wichtiger Austausch, der zeigt, wie eng Landwirtschaft, Weinbau und Nachhaltigkeit in der Region miteinander verbunden sind. Die Initiative von Wagener und Fell verdeutlicht, dass solche Projekte nicht nur den Wald und die Tiere betreffen, sondern auch eine bedeutende Rolle in der Förderung regionaler Produkte spielen.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Eichelschwein-Projekt weiterentwickeln wird und welche neuen Ansätze zur Stärkung der nachhaltigen Landwirtschaft in der Region ergriffen werden. Die erneute Verbindung von Tradition und modernen Gesundheitskonzepten zeigt, dass in Iphofen ein gutes Händchen für die Umwelt und die lokale Wirtschaft bewiesen wird.