Biergarten Kosmos unter Null: Genuss zu Preisen von gestern!
Neuer Biergarten "Kosmos unter Null" in München eröffnet, mit günstigen Preisen und sozialem Konzept für alle.

Biergarten Kosmos unter Null: Genuss zu Preisen von gestern!
In München gibt es seit dem Frühjahr 2025 einen ganz besonderen Biergarten, der sich mit einem innovativen Konzept vom Wettbewerb abhebt: „Kosmos unter Null“. In einer ehemaligen Baugrube an der Hiltenspergerstraße, die zuvor vier Jahre brachlag, serviert Betreiber Florian Schönhofer seine Gäste in einem ganz besonderen Ambiente. Diese Mischung aus Einfachheit und Herzlichkeit hat sich bereits bewährt, wie die zahlreichen positiven Rückmeldungen von Gästen zeigen. Viele kommen vor allem wegen der überraschend günstigen Preise, die deutlich unter dem Münchner Durchschnitt liegen. So kostet ein halber Liter Bier nur 2,60 Euro und ein Spritzer 3,80 Euro – ein echtes Schnäppchen im Vergleich zu durchschnittlichen 15,25 Euro für eine Mass auf der Wiesn, wie tz.de berichtet.
Florian Schönhofer, der auch das Café Kosmos am Hauptbahnhof betreibt, verfolgt mit seinem neuen Biergarten ein Konzept der „niedrigschwelligen Gastronomie“. Geboten wird einfache Gastronomie ohne überflüssigen Schnickschnack wie weiße Tischdecken oder aufwendigen Service. Mit selbstgebauten Holz-Hütten und einer überschaubaren Speisekarte richtet sich Schönhofer an eine breite Zielgruppe, besonders auch an Menschen mit geringerem Einkommen, die so leichter Zugang zu einem geselligen Ausgehen haben. „Jeder Gastronom kann selbst entscheiden, wie er kalkuliert“, betont Schönhofer und bleibt dabei flexibel hinsichtlich seiner Preisgestaltung, die stark am aktuellen Markt orientiert ist.
Ein Ort des Miteinanders
Unter dem Motto „Gesellschaftliche Teilhabe“ setzt Schönhofer nicht nur auf ein günstiges Preisniveau, sondern hat auch zusätzliche Angebote etabliert. Hochbeete können von Anwohnern zur Miete genutzt werden, und ein Hühnerstall mit geretteten Hühnern sorgt für ein besonderes Highlight – jedes Huhn hat seinen eigenen Paten. Die Idee ist, dass die Nutzung dieser Gemeinschaftsflächen unabhängig von den Öffnungszeiten des Biergartens möglich ist. So entsteht ein weiterer Anreiz, auch außerhalb der Biergartenzeiten vorbeizuschauen und die Angebote zu nutzen.
„Kosmos unter Null“ ist jedoch nicht nur ein Ort zum Trinken und Relaxen; es nimmt auch eine gesellschaftliche Verantwortung wahr. Schönhofer selbst kann auf persönliche Erfahrungen im Bereich finanzieller Schwierigkeiten zurückblicken und möchte anderen mit seinem Konzept einen ähnlichen gelebten Zugang ermöglichen. Diese Gedanken kommen in der Atmosphäre des Biergartens zum Tragen, wo Gäste sich wohlfühlen und austauschen können.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Trotz des bisherigen Erfolges bleibt ungewiss, wie lange dieser Ort bestehen wird, da die Zukunft des Grundstücks von möglichen Bauvorhaben der Caritas abhängt. Die Immobilienkrise und deren Einfluss auf die Gastronomiebranche sind aktuelle Themen, die viele Sorgen bereiten. Doch während Ausgehen in München teurer geworden ist und viele auf Restaurantbesuche verzichten, bietet Schönhofer mit „Kosmos unter Null“ etwas, das auch in Zukunft für viele Menschen von Bedeutung sein könnte. „Bier ist in Bayern ein Kulturgut, und jeder sollte sich dieses Vergnügen leisten können“, erläutert Walter König, Geschäftsführer des bayerischen Brauerbundes, der das Konzept ebenfalls positiv beurteilt. Irgendwie ist „Kosmos unter Null“ ein Lichtblick in verzweigten Zeiten für die Münchner Gastronomie.
Insgesamt zeigt sich, dass die einfache Angehensweise von Schönhofer nicht nur ökonomisch sinnvoll ist, sondern auch menschlich viel leisten kann. Er ist überzeugt, dass in der Gastronomie jede Preisschraube – so niedrig sie auch sein mag – einen Unterschied macht, besonders in einer Stadt, in der Ausgehen für viele zu einer teuren Angelegenheit geworden ist.