München in der Wohnungsnot: 16.900 Wohnungen fehlen, Bauen bleibt stecken!

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München kämpft mit einem Wohnungsdefizit von 16.900 Einheiten. Experten fordern dringende Maßnahmen für den Neubau.

München kämpft mit einem Wohnungsdefizit von 16.900 Einheiten. Experten fordern dringende Maßnahmen für den Neubau.
München kämpft mit einem Wohnungsdefizit von 16.900 Einheiten. Experten fordern dringende Maßnahmen für den Neubau.

München in der Wohnungsnot: 16.900 Wohnungen fehlen, Bauen bleibt stecken!

München sieht sich einem enormen Wohnungsdefizit gegenüber: Aktuell fehlen rund 16.900 Wohnungen, ein Umstand, der der Lebensqualität vieler Münchener erheblich zusetzt. Laut einer umfassenden Analyse des Pestel-Instituts, die im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) erstellt wurde, müssen in den kommenden fünf Jahren jährlich etwa 9.590 neue Wohnungen gebaut werden, um dem akuten Bedarf gerecht zu werden. Im ersten Halbjahr 2023 gab es jedoch nur 1.903 Baugenehmigungen für neue Objekte, was die Lage noch dramatischer erscheinen lässt. Der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts, Matthias Günther, schaut mit Skepsis auf die hohen Ziele und beschreibt das erforderliche Baupensum als „nicht machbar“. Er sorgt sich darüber, dass unzureichende Maßnahmen seitens der Regierung den Wohnungsbau gefährden, während BDB-Präsidentin Katharina Metzger die Notwendigkeit betont, den Wohnungsbau zur Chefsache zu erklären, um Insolvenzen von Bauunternehmen und die damit verbundenen Jobverluste zu verhindern.

Doch nicht nur im Stadtgebiet leuchtet die Alarmstufe Rot. Auch im Landkreis München sieht es ähnlich aus, denn dort müssen bis 2028 jährlich rund 2.340 neue Wohnungen entstehen, um das Defizit auszugleichen, das aktuell bei 4.480 leerstehenden Wohnungen liegt. Ein Drittel dieser Objekte sind seit über einem Jahr unbewohnt. Trotz der hohen Leerstandszahl erachtet man diese teilweise sogar als notwendig, um Puffer für Umzüge und Sanierungen zu schaffen. Die Herausforderungen für Sanierungen sind jedoch beträchtlich, da unklare Vorschriften und manchmal auch Erbstreitigkeiten den Fortschritt behindern. Das signalisiert, dass nicht nur Neubauten, sondern auch bestehende Immobilien dringend in den Fokus rücken müssen.

Kritik an Regierung und Vorschriften

Die Kritik an der derzeitigen Wohnungspolitik wird immer lauter. Sowohl das Pestel-Institut als auch verschiedene Experten warnen vor überzogenen Energiesparauflagen und Förderkriterien, die den Neubau von Wohnungen erschweren könnten. Der Ruf nach weniger bürokratischem Aufwand und einer Rücknahme der Auflagen der letzten zehn Jahre wird lauter, um den dringend benötigten Wohnraum schneller schaffen zu können. Nach Meinung von Experten gelingt es derzeit kaum, die gesetzten Normen und Richtlinien in einem vertretbaren Rahmen zu implementieren, ohne dass die Kosten exorbitant steigen.

In einem umfassenden Vergleich stellen die aktuellen Zahlen zufriedenstellende und schlechte Zeichen für die umliegenden Städte im Landkreis dar. Die seit über einem Jahr leerstehenden Wohnungen tragen zur Problematik der angespannten Wohnraumsituation bei, auch wenn es nicht unüblich ist, dass ein gewisser Leerstand für Flexibilität bei Umzügen und Renovierungen nötig ist.

Mit Blick auf die Zukunft wird klar, dass eine Veränderung der aktuellen Wohnbaupolitik unumgänglich ist. Der Wohnungsbau als wichtiger Motor der Binnenkonjunktur muss dringend angekurbelt werden. Andernfalls könnte das Defizit weiter steigen und für viele Münchener zum echten Problem werden.

Lesen Sie mehr dazu in den detaillierten Analysen von bayerische-staatszeitung.de und tz.de.