Silvester in Seevetal: Feuerwehren im Dauereinsatz wegen Kleinbränden!
Am Jahreswechsel 2026 bemerkten Feuerwehren in Stade zahlreiche Einsätze durch Feuerwerksunfälle und illegales Zünden.

Silvester in Seevetal: Feuerwehren im Dauereinsatz wegen Kleinbränden!
Am Silvesterabend lag die Vorfreude in der Luft und die Straßen waren gefüllt mit Menschen, die das alte Jahr verabschieden und das neue Jahr begrüßen wollten. Doch die Feierlichkeiten waren nicht ohne Gefahren. Wie Kreiszeitung Wochenblatt berichtet, mussten die Freiwilligen Feuerwehren in Seevetal zwischen 00:30 und 2:00 Uhr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Besonders auffällig waren mehrere Kleinbrände, die durch unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern ausgelöst wurden. Der erste Einsatz war ein brennender PKW in der Mattenmoorstraße, gefolgt von weiteren Bränden in Müll- und Altpapiercontainern.
Die Polizei nutzte den Anlass, um vor illegalen Feuerwerkskörpern zu warnen. Diese, oft von unregulierten Händlern verkauft, können gefährliche Sprengstoffmengen enthalten und die Gefahr schwerer Verletzungen erhöhen, insbesondere beim unsachgemäßen Gebrauch. Im Jahr 2024/25 starben in Deutschland fünf Menschen durch Feuerwerksunfälle, wobei die Zahl der Verletzten in Notaufnahmen während der Silvesternacht auf das Drei- bis Vierfache ansteigt, wie ADAC feststellt.
Unfälle und Zwischenfälle
Die Silvesternacht wurde von ernsten Vorfällen überschattet. In einem tragischen Ereignis in Oschatz, Sachsen, starb ein 45-jähriger Mann infolge der Explosion einer nicht genehmigten Feuerwerksbombe. Ähnliche Vorfälle wurden aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg gemeldet. Viele Verletzte gingen auf selbstgebaute oder illegale Böller zurück. Im Unfallkrankenhaus Berlin mussten acht Schwerverletzte mit Handverletzungen behandelt werden, wie Die Bewertung berichtet.
Zusätzlich sahen sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in vielen Städten Angriffen ausgesetzt. In Berlin wurden 330 Personen festgenommen und 13 Polizisten verletzt, einer davon schwer durch einen illegalen Feuerwerkskörper. Trotz der Böllerverbotszonen, die in einigen Städten eingeführt wurden, ließ sich die Gewalt nicht gänzlich verhindern.
Gesundheitsrisiken durch Feuerwerk
Die Risiken durch Feuerwerkskörper sind nicht zu unterschätzen. Jährlich erleiden etwa 8000 Menschen Schäden am Innenohr durch Feuerwerk, und typische Verletzungen sind unter anderem schwere Brand- und Weichteilverletzungen, Knalltraumata und Augenverletzungen. Der ADAC empfiehlt, nur zugelassene Feuerwerkskörper mit CE-Zeichen zu verwenden und niemals selbst gebastelte oder manipulierte Böller zu zünden. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche; daher sollten besonders sorgfältige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.
Feuerwerksrauch birgt zusätzlich gesundheitliche Risiken, da er Feinstaub und Schadstoffe freisetzt, die vor allem für Menschen mit Atemwegserkrankungen problematisch sein können. Rund 2000 Tonnen Feinstaub werden in Deutschland während des Jahreswechsels freigesetzt, und Werte von bis zu 1000 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter sind keine Seltenheit.
So ergab sich ein gemischtes Bild in dieser Silvesternacht: Zwischen fröhlichem Feiern und unerfreulichen Zwischenfällen galt es, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Feuerwerken zu finden. In Seevetal bleibt die Hoffnung, dass die Bürger aus den Ereignissen lernen und in der kommenden Sitzung sicherer feiern können.