Sternsinger setzen sich für Kinderrechte: Schule statt Fabrik!

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Sternsinger aus Uelzen sammeln am 6. Januar 2026 Spenden gegen Kinderarbeit in Bangladesch. Hilfe für Kinder in Not.

Sternsinger aus Uelzen sammeln am 6. Januar 2026 Spenden gegen Kinderarbeit in Bangladesch. Hilfe für Kinder in Not.
Sternsinger aus Uelzen sammeln am 6. Januar 2026 Spenden gegen Kinderarbeit in Bangladesch. Hilfe für Kinder in Not.

Sternsinger setzen sich für Kinderrechte: Schule statt Fabrik!

Das neue Jahr starten die Sternsinger mit einer wichtigen Botschaft: Am 6. Januar ziehen sie durch die Straßen, singen Lieder und sammeln Spenden für Kinder in Not. Die diesjährige Hilfsaktion hat unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ das Augenmerk auf Bangladesch gerichtet, wo etwa 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, von denen 1,1 Millionen unter gesundheitsschädlichen Bedingungen leiden. Das berichtete die Uelzener Presse.

Rund 20 Kinder und Jugendliche aus der Katholischen ErlöserGemeinde Uelzen waren vor Kurzem zu Gast im Uelzener Kreishaus, wo sie nicht nur christliche Lieder sangen, sondern auch die Segensformel „C+M+B“ über dem Haupteingang anbrachten. Dieses Kürzel steht für den lateinischen Spruch „Christus mansionem benedicat“, was so viel heißt wie „Christus segne dieses Haus“. Tobias Linke, Bau- und Umweltdezernent des Landkreises Uelzen, lobte die Sternsinger und betonte die Wichtigkeit der Aktion, die seit 1959 weltweit zahlreiche Hilfsprojekte für Kinder unterstützt.

Ein Blick auf die Lage in Bangladesch

Bangladesch ist mit seinen 167 Millionen Einwohnern ein Land, das stark von Armut geprägt ist. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt unter prekären Bedingungen. In diesem Zusammenhang ist die Arbeit von Organisationen wie der Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) von großer Bedeutung. Diese setzt sich aktiv dafür ein, Kinder aus gefährlichen Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Auch Caritas Bangladesch leistet wichtige Arbeit, indem sie benachteiligte Gruppen im Land ausbildet und Eltern für das Recht auf Bildung sensibilisiert. Besonders in einem Land, in dem über 138 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten, ist der Einsatz für Kinderrechte unerlässlich, wie die Frankfurter Neue Presse hervorhebt.

Die lokale Aktion in Uelzen ist Teil eines größeren Konzepts, das darauf abzielt, durch Bildung den Teufelskreis aus Armut und Kinderarbeit zu durchbrechen. Die Partnerorganisationen engagieren sich dafür, Familien zu unterstützen und sicherzustellen, dass Kinder die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen. Die Aufklärung über Kinderrechte und ein präventiver Ansatz sind entscheidend, um die Vielzahl an Herausforderungen, mit denen Kinder in Bangladesch konfrontiert sind, zu bewältigen.

Die Bedeutung der Sternsinger-Aktion

Die Aktion „Dreikönigssingen“ macht es sich zur Aufgabe, Spenden für Hilfsprojekte in rund 100 Ländern weltweit zu sammeln. Im letzten Jahr konnten beispielsweise über 38.500 Euro an das Kindermissionswerk überwiesen werden. Diese Gelder fließen direkt in Projekte, die sich für die Rechte von Kindern einsetzen und deren Bildung fördern. Die Sternsinger bringen den Segen „20-C+M+B-26“ in die Häuser und appellieren an die Großzügigkeit der Bewohner.

Die anstehenden Besuche der Sternsinger in verschiedenen Stadtteilen bringen nicht nur Musik, sondern auch eine wichtige Botschaft und die Bitte um Unterstützung mit sich. Ein gutes Händchen beim Sammeln ist gefragt, denn jede Spende kann Leben verändern und helfen, Kinder aus der Arbeitsrealität zu befreien. Wie auch die Sternsinger-Website verdeutlicht, ist es das Ziel, Kinder aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen eine sichere und gebildete Zukunft zu ermöglichen.