Vogelgrippe-Schock: 10.500 Puten in Prinzhöfte müssen sterben!
Neuer Ausbruch der Geflügelpest im Landkreis Oldenburg: 10.500 Puten getötet, strenge Maßnahmen zur Eindämmung eingeleitet.

Vogelgrippe-Schock: 10.500 Puten in Prinzhöfte müssen sterben!
Was passiert im schönen Landkreis Oldenburg? Am Silvestertag wurde in der Samtgemeinde Harpstedt ein neuer, besorgniserregender Ausbruch der hochansteckenden Geflügelpest festgestellt. In einem Putenmastbetrieb in Prinzhöfte mussten aufgrund dieser Situation 10.500 Putenhähne getötet werden, nachdem das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen wurde. So berichtet die NWZonline.
Die ersten Anzeichen der Krankheit traten am Silvestertag auf, als 20 tote Vögel in einem der drei Ställe gefunden wurden. Umgehend wurden Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Dazu zählt die Einrichtung einer Sperrzone sowie die Anordnung von strengen Biosicherheitsmaßnahmen, um die Kontaktaufnahme mit Wildvögeln zu verhindern. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, da die Lage in Niedersachsen insgesamt angespannt bleibt, mit 83 bestätigten Fällen von Vogelgrippe bis zum 2. Januar 2026. Allein im Jahr 2025 mussten über 1,5 Millionen Tiere wegen der Krankheit getötet werden, teilt Stern mit.
Maßnahmen und Zonen
Jedoch sind nicht nur die betroffenen Betriebe in Alarmbereitschaft. Teile des benachbarten Landkreises Diepholz, insbesondere die Stadt Bassum und die Gemeinde Stuhr, wurden ebenfalls zur Überwachungszone erklärt. In diese Zonen gelten spezielle Vorgaben für Geflügelhalter. So besteht beispielsweise eine Aufstallpflicht für alle Geflügelhaltungen und ein Verbot des Ein- und Ausfuhr von Vögeln sowie von frischem Geflügelfleisch und Eiern – wobei der private Einkauf im Supermarkt von dieser Regelung nicht betroffen ist. Die Maßnahmen erscheinen zwar rigoros, sollen jedoch verhindern, dass sich das Virus weiter verbreitet und die Wirtschaft der Region noch stärker belastet wird.
Die Veterinärämter haben zur Meldung von toten oder erkrankten Vögeln aufgerufen und bitten die Bevölkerung, die Bereiche zu meiden, wo Zugvögel rasten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind beträchtlich, da zahlreiche Putenmäster und Kükenlieferanten in ihrer Arbeit eingeschränkt sind und sich an die tierseuchenrechtlichen Vorgaben halten müssen.
Ein Blick in die jüngste Vergangenheit
Interessanterweise wurde die Schutzzone um den von der Geflügelpest betroffenen Betrieb erst am 24. Dezember 2025 aufgehoben. Dies verdeutlicht, wie dynamisch und herausfordernd die Situation rund um die Vogelgrippe ist. Im benachbarten Landkreis Cloppenburg, wo keine Geflügelpestfälle im Dezember gemeldet wurden, ist die Situation zwar stabiler, dennoch sind etwa 90 Prozent der Ställe derzeit nicht belegt, was die wirtschaftliche Lage zusätzlich belastet. Ein gewisser Lichtblick bleibt, dass die Einstallungen dort ab dem 27. Dezember 2025 schrittweise wieder erlaubt sind.
Die jüngsten Ausbrüche von Vogelgrippe in Deutschland sind nicht nur ein örtliches Phänomen. Der Höhepunkt wird oft in Verbindung mit dem Vogelzug gesehen, insbesondere bei Kranichen im Herbst. Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut bleibt der Austausch von Informationen zu den verschiedenen HPAIV (hochpathogene aviäre Influenza-Viren) entscheidend, um die Ausbreitung der Geflügelpest zu kontrollieren und zu minimieren, wie die Friedrich-Loeffler-Institut berichtet.
Die nächsten Wochen werden daher für alle Beteiligten entscheidend, um die Situation in der Geflügelhaltung zu stabilisieren und die Gesundheit der Tiere sowie die wirtschaftliche Existenz der Betriebe zu sichern. Die Region blickt gespannt auf die Entwicklungen und hofft auf baldmögliche Entspannung der Lage.