Schock in Passau: 67-Jähriger schießt auf Ex-Lebensgefährtin

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Zwei schwerwiegende Gewaltdelikte erschüttern Passau: Fälle von Schuss- und Messerattacken, Täter festgenommen, Ermittlungen laufen.

Zwei schwerwiegende Gewaltdelikte erschüttern Passau: Fälle von Schuss- und Messerattacken, Täter festgenommen, Ermittlungen laufen.
Zwei schwerwiegende Gewaltdelikte erschüttern Passau: Fälle von Schuss- und Messerattacken, Täter festgenommen, Ermittlungen laufen.

Schock in Passau: 67-Jähriger schießt auf Ex-Lebensgefährtin

Im Herzen von Passau gab es am Silvesterabend eine dramatische Eskalation, als eine 59-jährige Frau bei einem Schussangriff schwer verletzt wurde. Wie die Polizei Bayern berichtet, wurde die Frau von ihrem 67-jährigen Ex-Lebensgefährten angegriffen. Die verletzte Frau musste umgehend ärztlich versorgt werden und befindet sich weiterhin in Behandlung. Ermittlungen der Kriminalpolizei Passau in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft sind im Gange.

Der Angreifer wurde direkt nach dem Vorfall festgenommen. Bereits am 1. Januar 2025 wurde er vor das Amtsgericht Passau gebracht, wo gegen ihn ein Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts erlassen wurde. Seither sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt, während die Ermittlungen noch andauern. Zu den Hintergründen des Angriffs sind bisher keine Details veröffentlicht worden, jedoch zeigt dieser Vorfall einmal mehr, dass Gewalt in Partnerschaften traurige Realität ist.

Häusliche Gewalt auf dem Vormarsch

Dieser Vorfall ist nicht isoliert. Häusliche Gewalt nimmt in Deutschland bedenklich zu. Laut einem Bericht von DW wurden im Jahr 2022 fast 266.000 Opfer häuslicher Gewalt registriert – ein Allzeit-Hoch. Dies entspricht einem Anstieg von knapp vier Prozent im Vergleich zu 2023 und sogar 14 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Statistiken zeigen, dass statistisch gesehen alle zwei Minuten eine Person in Deutschland von einem Partner oder nahen Verwandten misshandelt wird. Die steigenden Zahlen könnten durch eine Kombination aus erhöhter Gewaltbereitschaft und einer gewachsenen Bereitschaft zur Anzeige dieser Taten bedingt sein. Um dem entgegenzuwirken, wurde im Februar 2023 das Gewalthilfegesetz verabschiedet, das ab 2032 einen Rechtsanspruch auf Beratung und Schutz für betroffene Frauen vorsieht.

Ein weiterer gewalttätiger Vorfall in Passau

Ein weiteres Beispiel für gewalttätiges Verhalten in Passau ereignete sich in der Nacht vom 28. auf den 29. März 2025. Hierbei kam es zu einer Messerattacke, bei der ein 20-jähriger Mann verletzt wurde. Nach Angaben von Presse Augsburg wurde eine 22-jährige Frau als Tatverdächtige festgenommen. Die Auseinandersetzung begann mit einer Provokation der Frau und eskalierte vor einer Diskothek, wo sie dem Mann ein Messer an den Hals hielt. Er konnte die Angriffe jedoch abwehren und zog sich dabei nur eine leichte Verletzung zu. Auch hier wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Tötungsdelikts erlassen.

Die Vorfälle in Passau werfen ein besorgniserregendes Licht auf die Problematik der Gewalt in Beziehungen und unterstreichen die Dringlichkeit von Maßnahmen zum Schutz der Opfer und zur Prävention von häuslicher Gewalt. Während die Ermittlungen fortgesetzt werden, bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.