Pfaffenhofens Verkehrsgeschichte: Räder und Revolutionen im Fokus!
Neue Ausgabe der Pfaffenhofener Stadtgeschichten: Verkehrsentwicklung von 1876 bis 1960 und aktuelle Herausforderungen.

Pfaffenhofens Verkehrsgeschichte: Räder und Revolutionen im Fokus!
Was tut sich in Pfaffenhofen? Am 2. Januar 2026 gibt es spannende Neuigkeiten aus der Stadtgeschichte. Die neueste Ausgabe der Pfaffenhofener Stadtgeschichten widmet sich den Anfängen und der Entwicklung des Individualverkehrs in der Region, und zwar von 1876 bis 1960. Stadtarchivar Andreas Sauer nimmt uns mit auf eine Reise durch die Vergangenheit und beleuchtet die Geschichte des Verkehrs auf zwei und vier Rädern.
Besonders im Fokus steht die rasante Zunahme der Motorisierung nach dem Zweiten Weltkrieg. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der motorisierte Verkehr in Pfaffenhofen noch bescheiden. Vor dem Krieg waren lediglich rund 1000 Kraftwagen angemeldet. Mit dem Wirtschaftswunder der 1950er-Jahre jedoch nahm die Massenmotorisierung Fahrt auf. Von 4000 zugelassenen Fahrzeugen im Jahr 1960 stieg die Zahl bis Ende 1966 auf fast 10.000. Studien zeigen, dass mehr als 50 Prozent des Personenverkehrs mittlerweile motorisiert sind, was nicht nur den Alltag verändert hat, sondern auch Herausforderungen mit sich bringt.
Die Herausforderungen der Massenmotorisierung
Die zunehmende Motorisierung brachte nicht nur Komfort, sondern auch eine Vielzahl an organisatorischen Herausforderungen. Bereits in den 1960er-Jahren, als die ersten Ampeln an wichtigen Kreuzungen installiert wurden, musste sich die Stadt mit der Frage auseinandersetzen, wie der Verkehr effizient gesteuert werden kann. Experten prognostizierten eine Verdopplung des Fahrzeugbestandes und diskutierten Ideen für ein neues Verkehrskonzept. Ansätze wie die Westtangente zur Umfahrung der Stadt wurden ins Leben gerufen, um den Verkehrsfluss zu verbessern.
Ebenfalls erwähnenswert ist eine historische Anekdote: Der Einführung eines Pflasterzolls führte dazu, dass Pfaffenhofen Zeit seines Lebens als „automobilfeindlich“ galt. Doch die Stadt hat sich den Herausforderungen nicht nur gestellt, sondern entwickelt auch heute noch Maßnahmen zur Entlastung der Innenstadt. Alternative Mobilitätsangebote stehen auf der Agenda, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Kuriositäten und Einblicke
Die neue Ausgabe der Stadtgeschichten wartet neben interessanten Fakten auch mit einigen kuriosen Geschichten auf. So wird etwa erläutert, woher der Name der Weilhammer Klamm stammt. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die städtische Vergangenheit und ihre Entwicklung eng miteinander verwoben sind.
Für die interessierten Bürger:innen ist das Heft kostenlos bei der Stadtverwaltung am Sigleck, im Haus der Begegnung sowie im Bürgerbüro erhältlich. Wer es lieber digital mag, kann die Ausgabe auch auf pfaffenhofen.de herunterladen.