Weibliche Künstlerinnen erobern die Turmgalerie: Vernissage am 21. November!
Erleben Sie die Gemeinschaftsausstellung „multiplex – transparent – lilafastblau“ in Passau mit Werken von Künstlerinnen bis 21. Dezember.

Weibliche Künstlerinnen erobern die Turmgalerie: Vernissage am 21. November!
Die Kunstszene in Köln wird bald um eine facettenreiche Ausstellung bereichert, die ganz im Zeichen der weiblichen Kreativität steht. Der Kultur- und Geschichtsverein hat drei bemerkenswerte Künstlerinnen eingeladen, ihre Werke in einer Gemeinschaftsausstellung in der Turmgalerie zu präsentieren. Die Vernissage von „multiplex – transparent – lilafastblau“ findet am Freitag, dem 21. November, um 19 Uhr statt. Erika Schwitulla, die Vorsitzende des Vereins, wird in die Ausstellung einführen, während die musikalische Gestaltung von „Da Hias mid seina Giddar“ abhängt.
Ein Highlight der Schau wird Gine Selle aus Frauenau sein, die in ihren Arbeiten grafische Elemente und skurrile Ausdrucksformen gekonnt kombiniert. Ihre Bandbreite reicht von Zeichnungen über Acrylmalerei auf Leinwand bis hin zu Hinter-Acrylglas-Malerei und Installationen in freier Natur. Diese künstlerische Vielfalt bietet einen spannenden Einblick in die gegenwärtige künstlerische Ausdrucksweise.
Kreative Glaswelten und Aquarelle
Die Dortmunder Glasmacherin Pia Hoff wird mit ihren mundgeblasenen Unikaten die Besucher begeistern. Viele ihrer Arbeiten entstanden in Frauenau und zeichnen sich durch Leuchtobjekte in zarten Farben sowie durch stilvolle Gefäße wie Karaffen und Becher aus ihrer Wohnkultur-Serie aus. Hier verbindet sich traditionelle Handwerkskunst mit zeitgenössischem Design.
Christina Lehner, Lehrerin aus Aicha vorm Wald, wird mit ihren Aquarellen begeistern, die sie im Rahmen ihrer Arbeit für das Kinderbuch „Josy. Das blaue Pferd“ von Conny Beer geschaffen hat. Diese Werke bieten nicht nur eine visuelle Freude, sondern tragen auch zur kulturellen Bildung junger Leserinnen und Leser bei.
Ein Blick auf die Geschichte der Frauen in der Kunst
Die bevorstehende Ausstellung ist nicht nur eine Feier der künstlerischen Talente dieser Frauen, sondern auch ein Ausdruck der langfristigen Herausforderungen, denen Künstlerinnen über die Jahrhunderte gegenüberstanden. Frauen in der Kunstgeschichte waren oft unterrepräsentiert und mussten sich gegen viele Barrieren zur Wehr setzen. In der Renaissance wurden sie ermutigt, zu malen, jedoch blieb der Zugang zu Kunstakademien meist verwehrt. Diese Tür wurde erst im 20. Jahrhundert teilweise geöffnet, und viele bedeutende Künstlerinnen, wie Frida Kahlo, fühlen erst nach ihrem Tod die Anerkennung ihrer Bedeutung in der Kunstwelt arsmundi berichtet.
In der Gegenwart bleibt der Kampf um Gleichstellung in der Kunst weiter bestehen. Eine Studie von 2019 zeigt, dass nur etwa 2% der auf Auktionen erzielten 196,6 Milliarden Dollar Werke von Künstlerinnen stammten, was die anhaltende Unterrepräsentation unterstreicht. Am Equal Pay Day 2023 wurde festgestellt, dass Frauen in der Kunst 24% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, und der Gender-Pay-Gap in dieser Branche liegt über dem bundesweiten Durchschnitt pnp ergänzt.
Die Ausstellung in der Turmgalerie ist bis zum 21. Dezember zu besichtigen, mit Öffnungszeiten von Donnerstag 16 bis 19 Uhr sowie Freitag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Diese Veranstaltung verspricht nicht nur eine Augenweide für Kunstliebhaber, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Sichtbarkeit von Frauen in der Kunst.