Neue RMD-Regeln: Was Rentner jetzt wissen müssen!
Verstehen Sie die neuen Regeln für Required Minimum Distributions (RMDs) und deren Auswirkungen auf Roth-Konten ab 2025.

Neue RMD-Regeln: Was Rentner jetzt wissen müssen!
Eine wichtige Neuerung für alle, die in der Rente sind oder bald werden, hat kürzlich durch das Inkrafttreten des SECURE 2.0 Acts Aufsehen erregt. Dieser verabschiedete Gesetzesakt bringt wesentliche Veränderungen bei den sogenannten Required Minimum Distributions (RMDs), die für Rentner und die Begünstigten von geerbten Konten von zentraler Bedeutung sind. Kiplinger berichtet, dass besonders der Startalter für RMDs verschoben wurde, was für viele eine Erleichterung darstellt.
Statt wie bisher mit 72 Jahren müssen Rentner nun erst ab ihrem 73. Lebensjahr beginnen, Mindestabhebungen von ihren traditionellen IRAs, SEP IRAs oder 401(k)-Konten vorzunehmen. Ergänzend dazu gilt: Wer 2024 73 wird, hat sogar bis zum 1. April 2025 Zeit für die erste RMD, basierend auf dem Kontostand vom 31. Dezember 2023. Die zweite Abhebung muss bis zum 31. Dezember 2025 erfolgen, was ein wenig mehr Zeit zum Planen bietet, äußert sich IRS.
Geerbte Konten und neue Regelungen
Auf die geerbten Konten hat der SECURE 2.0 Act ebenfalls Auswirkungen. Diese Änderung betrifft insbesondere die Begünstigten, die die gesamten Kontostände innerhalb von zehn Jahren ab dem Todesjahr des Kontoinhabers verteilen müssen. Es gibt jedoch Ausnahmen für bestimmte Begünstigte, wie etwa Ehepartner oder Personen, die minderjährig sind.Schwab hebt hervor, dass man Fehler bei der Abhebungen vermeiden sollte. Dazu gehört etwa das Versäumen der Frist für die erste RMD, was zu empfindlichen Strafen führen kann.
Ein häufiges Missverständnis betrifft die Berechnung der abzuhebenden Beträge. Die RMDs müssen sorgfältig ermittelt werden, da eine falsche Berechnung nicht nur zu finanziellen Nachteilen führen kann, sondern auch zu hohen Steuern. Eine genaue Methode die RMD zu ermitteln, besteht darin, den Kontostand vom 31. Dezember des Vorjahres durch einen Lebenserwartungsfaktor zu dividieren, der von der IRS herausgegeben wird.
Die steuerlichen Implikationen
Die Abhebungen, die durch RMDs vorgenommen werden müssen, zählen zum zu versteuernden Einkommen, mit Ausnahme der Beträge, die steuerfrei sind, etwa aus Roth-Konten. Es ist wichtig zu wissen, dass RMDs nicht in ein anderes steuerlich aufgeschobenes Konto umgeschichtet werden dürfen. Laut dem IRS können RMDs in einer Summe oder auf verschiedene Konten verteilt abgehoben werden, allerdings ist es die Verantwortung des Kontoinhabers, sicherzustellen, dass die korrekten Beträge abgehoben werden.
Ein weiterer Punkt, den Rentner im Auge behalten sollten: Wenn man die RMD nicht fristgerecht abhebt, kann eine Strafe von bis zu 25% auf den nicht abgehobenen Betrag verhängt werden. Wer jedoch innerhalb von zwei Jahren einen Fehler korrigiert, muss nur mit einer Strafe von 10% rechnen, sofern man einen „angemessenen Fehler“ nachweist.
Da sich die Regelungen und steuerlichen Rahmenbedingungen ständig ändern können, ist es ratsam, sich rechtzeitig Informationen einzuholen und im Zweifelsfall einen Experten zu Rate zu ziehen. Ob Steuerberater oder Finanzplaner, eine individuelle Beratung kann helfen, teure Fehler zu vermeiden und die eigene finanzielle Situation optimal zu gestalten.