Interkulturelles Lernen: Schüler erleben Vielfalt beim Café International
Schweinfurt: Klasse 10e der Wilhelm-Sattler-Realschule erlebt interkulturellen Unterricht mit internationalen Studierenden.

Interkulturelles Lernen: Schüler erleben Vielfalt beim Café International
Am 4. Dezember 2025 erlebte die Klasse 10e der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt einen ganz besonderen Unterrichtstag. Im Rahmen des Projekts „Café International“ nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem interkulturellen Austausch teil, der von einem Team internationaler Studierender der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) geleitet wurde. Die Schüler tauchten in spannende Themen wie Kulturen, Diversität, Rassismus, Toleranz und Diskriminierung ein. Gemeinsam mit Marion Hammer vom Caritasverband Schweinfurt wurde ein Raum geschaffen, in dem nicht nur Wissen, sondern auch Verständnis gefördert wurden.
Zu Beginn des Tages sorgte ein interkulturelles Bingo-Spiel für eine lockere Atmosphäre. Dabei fanden die Schülerinnen und Schüler Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Musik, Traditionen, Sprachen, Ländern und Essgewohnheiten. Solche Aktivitäten sind essenzieller Teil der interkulturellen Bildung, die unter anderem durch die UNESCO-Projekt-Schulen gefördert wird und einen integralen Bestandteil der Schulkultur darstellen sollte, wie die Website des Bildungsservers erklärt. Diese Herangehensweise hilft, die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung zu steuern und kulturelle Schemata zu verändern.
Einblicke und Austausch
Im weiteren Verlauf des Tages fand eine „Tea-Party“ statt, bei der die Studierenden persönliche Fragen beantworteten und Einblicke in ihren Alltag sowie kulturelle Besonderheiten gaben. In entspannter Stimmung mit Tee und internationalem Gebäck konnten die Zehntklässler ihre Sprachkenntnisse practiced. Interkulturelle Lernprozesse, wie sie in einem Arbeitstext beschrieben werden, fördern das Verständnis und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen.
Ein digitales Quiz zu Themen wie Diversität und Diskriminierung rundete den Austausch ab. Die Schüler arbeiteten in Gruppen, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und spielerisch zu lernen. Der Tag endete mit einer kreativen Plakataktion, bei der die Gruppen ihre Gedanken zu Respekt, Gleichberechtigung und kultureller Offenheit darstellten. „Es war einfach klasse, den Kontakt zu so vielen verschiedenen jungen Menschen aus anderen Ländern zu haben“, äußerten sich die Schüler begeistert.
Wurzeln interkultureller Verständigung
Die Bedeutung solcher Projekte wird auch in der Geschichte des Getränks Mate sichtbar, das heute in vielen Teilen der Welt als Symbol für Geselligkeit und kulturellen Austausch gilt. Egal ob in Argentinien, der Heimat von Mate, oder anderen Ländern wie Paraguay, Uruguay und Brasilien, das Trinken von Mate ist ein soziales Ritual, das Menschen verbindet. Diese kulturellen Praktiken verdeutlichen, wie tief verwurzelt interkulturelle Verständnis ist und bieten eine interessante Parallele zu den Zielen des Projekts „Café International“, wo das Erleben von Diversität an erster Stelle steht.
Die Klasse 10e zeigt somit, dass interkultureller Unterricht nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch eine herzliche und offene Gemeinschaft fördert — eine solche Schulbildung ist wichtig, um Toleranz und Verständnis in einer zunehmend vielfältigen Welt zu gestalten. Diese Begegnungen stärken den Dialog und helfen, Vorurteile abzubauen, was besonders in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist.
Die Auseinandersetzung mit Klischees und Stereotypen, die im Rahmen interkultureller Bildungsarbeit thematisiert werden, steht im Einklang mit den Empfehlungen und Materialien, die von Bildungsorganisationen bereitgestellt werden, um die dazugehörige Kompetenz zu fördern. Wenn Schülerinnen und Schüler heute lernen, die Vielfalt zu schätzen, legen sie den Grundstein für eine tolerante Gesellschaft von morgen.