Bayern im Griff der Vogelgrippe: Geflügelhalter in Alarmbereitschaft!

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Aktuelle Entwicklungen zur Vogelgrippe in Straubing-Bogen: Schutzmaßnahmen, betroffene Betriebe und Gesundheitsrisiken in Bayern.

Aktuelle Entwicklungen zur Vogelgrippe in Straubing-Bogen: Schutzmaßnahmen, betroffene Betriebe und Gesundheitsrisiken in Bayern.
Aktuelle Entwicklungen zur Vogelgrippe in Straubing-Bogen: Schutzmaßnahmen, betroffene Betriebe und Gesundheitsrisiken in Bayern.

Bayern im Griff der Vogelgrippe: Geflügelhalter in Alarmbereitschaft!

In den letzten Wochen haben die Sorgen um die Vogelgrippe in Bayern zugenommen. Besonders betroffen ist der Landkreis Eichstätt, wo Alexandra Hüttinger einen Betrieb mit etwa 3.000 Legehennen, Gänsen und Enten betreut. Mit täglich neuen Fällen bei Wildvögeln, insbesondere bei Wildgänsen, Schwänen und Wildenten, äußert sie ihre Bedenken, dass infizierte Vögel das Virus in ihren Bestand bringen könnten. Um das Risiko zu minimieren, wurden die Wasservögel für zwei Tage im Stall gehalten, bevor sie wegen der Unzufriedenheit wieder freigelassen wurden. Im Gegensatz dazu bleiben die Freiland-Legehennen dauerhaft im Stall, um sie zu schützen.

Wie der Geschäftsführer des Landesverbands der Bayerischen Geflügelwirtschaft, Felipe Soto, hervorhebt, ist die Reaktion der Geflügelhalter auf die Situation von größter Bedeutung. Es ist entscheidend, die Biosicherheitsmaßnahmen hochzuhalten. Auch Umweltminister Thorsten Glauber richtet einen Appell an die Geflügelhalter in Bayern und betont, dass die Hygienemaßnahmen im Infektionsschutz höchste Priorität haben sollten.

Aktuelle Lage und Schutzmaßnahmen

Derzeit sind in Bayern vier Betriebe von der Vogelgrippe betroffen, während das Friedrich-Löffler-Institut seit Anfang Oktober 1.527 Fälle bei wild lebenden und 142 bei gehaltenen Tieren bundesweit registriert hat (Stand 26. November 2025). In Bayern wurden 147 Fälle bei wild lebenden Vögeln und vier bei gehaltenen Tieren gemeldet. Die bestätigten Fälle konzentrieren sich auf die Landkreise Dingolfing-Landau, Straubing-Bogen, Fürstenfeldbruck und Unterallgäu.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, gibt es derzeit drei aktive Schutzzonen, in denen der Transport von lebenden Tieren, Eiern oder frischem Fleisch verboten ist. Besonders in den Landkreisen Starnberg, Passau, Rottal-Inn, Landsberg am Lech und Haßberge wurde zudem eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet, um den Kontakt zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel zu unterbinden. Dies betrifft alle Geflügelarten, darunter Hühner, Truthühner und Enten.

Der Hintergrund der Vogelgrippe

Die Vogelgrippe, auch bekannt als Geflügelpest, ist eine Krankheit, die für Vögel tödlich sein kann und sich rasant ausbreitet. Da die Gefahr für Menschen sehr gering ist, müssen Nutztiere jedoch sofort in den Stall gebracht werden, sobald Wildvogelsterben festgestellt wird. Die Verbraucher dürfen sich aktuell keine Sorgen um Preissteigerungen bei Geflügelfleisch oder Eiern machen, denn diese werden vorerst nicht erwartet. Das Virus „H5N1“ hat sich möglicherweise unter Wildvögeln festgesetzt, und die Schutzmaßnahmen werden als besonders wichtig erachtet.

Insgesamt kämpft Europa seit fast 20 Jahren gegen die Vogelgrippe, die in den Herbst- und Wintermonaten ein erhöhtes Infektionsrisiko darstellt. Jüngste Meldungen zeigen Virusnachweise im Landkreis Augsburg bei Höckerschwänen und einem Silberreiher sowie im Landkreis Lindau bei einer verendeten Saatkrähe. Die Experten im Bundeslandwirtschaftsministerium schätzen jedoch, dass der Großteil des Vogelzugs bereits vorüber ist, was für Bayern eine gewisse Entspannung bedeuten könnte.

Auf jeden Fall bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt. Für die Landwirte in der Region ist es entscheidend, ein gutes Händchen bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zu haben, um die Gesundheit ihrer Bestände zu sichern und somit auch den Export und die Versorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten.

Weitere Informationen zur Lage der Vogelgrippe finden Sie bei BR, dem Bayerischen Bauernverband sowie der Verbraucherzentrale.