Reaktivierung der Fuchstalbahn? Gute Nachrichten für Pendler!
Die Wiederbelebung der stillgelegten Bahnstrecke Schongau-Landsberg am Lech rückt näher, unterstützt durch ein positives Gutachten.

Reaktivierung der Fuchstalbahn? Gute Nachrichten für Pendler!
Die lange stillgelegte Bahnstrecke zwischen Schongau und Landsberg am Lech könnte bald wieder belebt werden. Nach über 40 Jahren des Stillstands gibt es Bestrebungen, die Regionalzüge auf dieser eingleisigen und nicht elektrifizierten Strecke reaktivieren zu lassen. Ein aktuelles Gutachten der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) sagt, dass es gute Chancen für eine Wiederbelebung gibt, allerdings müssen dafür einige Voraussetzungen erfüllt werden. Die Beteiligten vor Ort legen großen Wert auf einen stündlichen Zugverkehr,womit eine ausreichende Fahrgastnachfrage prognostiziert wird. Hierbei ist es jedoch essenziell, ein passendes Busangebot zu den Bahnhaltepunkten zu schaffen, wie es in rosenheim24.de berichtet wird.
Die Landkreise Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech verfolgen bereits seit mehreren Jahren das Ziel, den Regionalverkehr auf dieser Strecke wiederaufzunehmen. Das Gutachten zur Fuchstalbahn übertrifft die bestehenden bayernweiten Vorgaben hinsichtlich der prognostizierten Nachfrage. Ein weiterer positiver Aspekt: Das Interesse an der Verbindung könnte durch das weiterhin verfügbare Deutschlandticket steigen. Die Finanzierung der notwendigen Instandsetzungsarbeiten stellt jedoch die größte Hürde dar, da diese ohne Kosten für den Freistaat Bayern stattfinden muss.
Buslinien und Finanzierung
Für die Reaktivierung der Fuchstalbahn müssen die Landkreise neue Buslinien als Zubringer zu den Bahnhöfen einrichten, was zusätzliche Mittel erfordert. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, greift Bayern in die Tasche und stellt die Finanzierung für den Zugbetrieb bereit. Ein Betreiberunternehmen müsste dann beauftragt werden. Die Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO ist ebenfalls gefragt, da sie die Betriebsbereitschaft der Strecke übernehmen müsste.
Ein genereller Trend in Bayern zeigt, dass es an der Zeit ist, den Schienenverkehr wieder auszubauen. Die BEG plant, finanziert und überwacht den Schienenpersonennahverkehr im Auftrag des Verkehrsministeriums und zählt mit dem Gutachten zur Fuchstalbahn nun zu den neun bayerischen Bahnstrecken, die Potenzial für eine Reaktivierung aufweisen. Interessant ist zudem, dass die Veröffentlichung des Gutachtens sich bis zum Sommer 2024 verzögert hat, was weitere Diskussionen über die Regionalverbindungen anstoßen könnte.
Öffentliche Verkehrsmittel für Schüler
Die Notwendigkeit eines gut ausgebauten öffentlichen Verkehrs wird besonders bei jungen Menschen deutlich. In Bayern können Schülerinnen, Schüler und Auszubildende weiterhin für 365 Euro pro Jahr Bus und Bahn nutzen. Das Kabinett hat beschlossen, dieses Ticket bis zum 31. Juli 2026 zu verlängern, was für viele junge Menschen eine wichtige Planungsgrundlage bietet. Rund 360.000 junge Menschen nutzen zurzeit ein solches Ticket, das seit seiner Einführung im Jahr 2020 hilft, regelmässige Fahrten zur Schule oder zum Ausbildungsplatz zu unterstützen. Das Ticketangebot gilt in mehreren Verkehrsverbünden, wie etwa in München und Nürnberg, und wird zu zwei Dritteln vom Freistaat Bayern finanziert.
Die Verlängerung des 365-Euro-Jahrestickets schafft Sicherheit für das Schuljahr 2025/2026, unabhängig vom Fortbestand des Deutschlandtickets. Dieses kostet momentan 58 Euro pro Monat und ermöglicht bundesweit Fahrten im Nahverkehr. In Bayern gibt es sogar eine ermäßigte Variante des Deutschlandtickets für Studierende und Auszubildende, die nur 38 Euro kostet. So wird sichergestellt, dass der Schulweg vieler Schülerinnen und Schüler finanziell tragbar bleibt.