Streit um Verkehrsprojekte: Al-Wazir und Simon im Schlagabtausch!
Am 1.11.2025 diskutieren Tarek Al-Wazir und Björn Simon in Offenbach über Verkehrsinfrastruktur und Mobilität der Zukunft.

Streit um Verkehrsprojekte: Al-Wazir und Simon im Schlagabtausch!
Am heutigen 1. November 2025 fand im Rahmen einer Podiumsdiskussion der IHK Offenbach eine lebhafte Debatte über die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland statt. Die Teilnehmer, Tarek Al-Wazir von den Grünen und der CDU-Politiker Björn Simon, diskutierten unter der Moderation von Markus Weinbrenner wichtige Themen rund um die Verkehrspolitik unter dem Motto „Bauen, planen, bremsen? Verkehrspolitik zwischen Anspruch und Realität“.
Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Forderung nach einem Sondervermögen, das prioritär für den Ausbau und die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur verwendet werden soll. Al-Wazir und Simon einigten sich, dass dies dringend notwendig ist, um das Verkehrsnetz nachhaltig zu modernisieren und zukunftsfähig zu gestalten. Al-Wazir kritisierte jedoch scharf, dass trotz der 15 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen der Verkehrsetat um 10 Milliarden Euro sinkt. Dies sei eine ernsthafte Bedrohung für die Mobilität der Zukunft, so seine Worte.
Forderungen für die Zukunft
Die Minister der Länder hatten sich erst vor wenigen Tagen bei der Verkehrsministerkonferenz in Straubing getroffen. Unter dem Vorsitz von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter wurden dort ähnliche Themen diskutiert, wobei sowohl die Beteiligten als auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder die Notwendigkeit zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur betonten. Bernreiter forderte, dass Mittel aus dem Sondervermögen vorrangig für die Sanierung von Verkehrswegen eingesetzt werden sollten, um Planungssicherheit für Unternehmen und Planer zu gewährleisten.
In diesem Kontext wurde auch der Ausbau des Offenbacher Hauptbahnhofs, der B486 und der A3 angesprochen, die Simon als Prioritäten nannte. Al-Wazir stimmte diesen Punkten zu und fügte weitere wichtige Projekte wie das Offenbacher Kreuz und den Frankfurter Fernbahntunnel hinzu, um die Region stärker zu vernetzen.
Ein Blick in die digitale Zukunft
Die beiden Politiker zeigten sich optimistisch hinsichtlich der Entwicklung in der Elektromobilität und dem autonomen Fahren. Simon brachte seine Vorliebe für Elektroautos zum Ausdruck und glaubt an eine selbstregulierende Marktentwicklung in diesem Bereich. Al-Wazir hingegen kritisierte die CDU und deren rechtliche Anfechtung der Finanzierung des Klimafonds, erkannte jedoch auch die Fortschritte in der E-Mobilität an.
Die Diskussion verdeutlichte, dass in der aktuellen Verkehrspolitik viel ansteht. Man befürchtete, dass der Abbau von Doppelstrukturen in der Verwaltung und die Schaffung eines neuen Ministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung eine entscheidende Rolle spielen könnten, um den Prozess zu beschleunigen.
Schlussendlich setzte man sich auch mit der Frage auseinander, wie die zukünftigen Herausforderungen in der Verkehrs- und Klimapolitik zu bewältigen sind, um ein nachhaltiges und gleichzeitig effizientes Verkehrssystem zu schaffen. Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin der IHK Offenbach, unterstrich die Bedeutung dieser Gespräche für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und die Lebensqualität ihrer Bürger.
Die Gedanken, die während dieser lebhaften Podiumsdiskussion ausgetauscht wurden, sind nicht nur für die lokale Politik von Bedeutung, sondern könnten auch weitreichende Auswirkungen auf die Verkehrspolitik des gesamten Landes haben. Kunststück: Die Weichen für die Mobilität von morgen werden heute gestellt!