Schüler gestalten Marburger Schulhof: Ein Paradies für Natur und Spiel!

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Marburger Schüler gestalten ihren Schulhof naturnah um, gefördert von der Initiative für klimafreundliche Schulhöfe in Hessen.

Marburger Schüler gestalten ihren Schulhof naturnah um, gefördert von der Initiative für klimafreundliche Schulhöfe in Hessen.
Marburger Schüler gestalten ihren Schulhof naturnah um, gefördert von der Initiative für klimafreundliche Schulhöfe in Hessen.

Schüler gestalten Marburger Schulhof: Ein Paradies für Natur und Spiel!

Im Herzen von Marburg wird aktuell der Schulhof des Gymnasiums Philippinum einer umfassenden Umgestaltung unterzogen. Schüler haben selbst das Ruder in die Hand genommen und setzen sich dafür ein, ihren Schulhof naturnah und spielfreundlich zu gestalten. Die meisten Schulen in Deutschland sind noch von kahlen Betonflächen geprägt, das möchte die Initiative „Klimafreundliche Schulhöfe in Hessen“ ändern. [Tagesschau] berichtet, dass mit einem beeindruckenden Budget von 500.000 Euro eine Fläche von 1.200 Quadratmetern umgestaltet wird, die bislang mit Waschbeton, alten Sitzgelegenheiten und einer Tischtennisplatte wenig einladend war.

Die geplante Umgestaltung sieht ein hügeliges Landschaftsprofil vor, das mit Spielgeräten, Bäumen und einem kleinen Bachlauf aufgewertet wird. Ein ganz besonderes Augenmerk liegt darauf, dass die Schüler aktiv an der Gestaltung mitarbeiten – so werden sie beispielsweise beim Bau von Bänken oder einem Kletterparcours beteiligt. Diese partizipative Herangehensweise steht im Mittelpunkt der Neugestaltung, die von der Marburger Firma Alea unterstützt wird, die sich auf solche Projekte spezialisiert hat.

Ein grünes Schulumfeld schaffen

„Schulhöfe sollten nicht nur Aufenthaltsräume sein, sondern Orte, an denen die Schüler Natur erleben, sich entspannen und lernen können“, erklärt ein Vertreter der Deutschen Umwelthilfe, die diese Projekte in mehreren Bundesländern fördert. [Deutsche Umwelthilfe] betrachtet es als essenziell, dass Schulhöfe mehr als nur triste Flächen sind. Statt asphaltierter Einöden sollten sie sich in grüne Lebensräume verwandeln, die den Klimawandel berücksichtigen und gleichzeitig die Lebensqualität erhöhen. Ziel ist es, auch unbekannten sowie ungenutzten Flächen neues Leben einzuhauchen und die Nachhaltigkeit zu fördern.

In den letzten Jahrzehnten wurde bei der Gestaltung von Schulhöfen oft wenig auf naturnahe Kriterien geachtet. Diese oft versiegelten Flächen heizen sich im Sommer stark auf, während sie bei Starkregen kaum Wasser speichern können, was zu Überschwemmungen führt. Gleichzeitig senkt mangelnde Begrünung das Wohlbefinden der Schüler. [Gute Ideen] bietet Lösungen durch die Schaffung von vielfältigen Aufenthaltsräumen und einer Strategie, um Bewegungsmöglichkeiten zu erhöhen. Genügend Platz für Kreativität und Naturerfahrung wirkt sich positiv auf die Konzentration und die Stressreduktion aus.

Gemeinsam für eine bessere Zukunft

Das Projekt am Philippinum wird als eines der umfangreichsten in Hessen angesehen und stellt ein hervorragendes Beispiel dafür dar, wie viele Schulen von solchen Initiativen profitieren können. Bis zur Fertigstellung des Schulhofs, die für das nächste Jahr geplant ist, werden die Schüler nicht nur ihre eigene Umgebung aufwerten, sondern auch lernen, wieso das Klima und die Natur wichtige Faktoren für ihr tägliches Leben sind.

Das Konzept wird von Workshops und individueller Beratung begleitet, um Schulen auf ihrer Reise zu naturnahen Schulhöfen zu unterstützen. Die Unterstützung erfolgt dabei nicht nur lokal, sondern auch durch enge Zusammenarbeit mit Umweltministerien auf Bundesebene. So wird sich auch beim nächsten Bundeskongress zur Klimaanpassung in Mai 2025, bei dem die Auswirkung naturnaher Schulhöfe unter dem Motto „Zukunftsfähige Schulgelände“ diskutiert werden, um innovative Ansätze gekümmert werden.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Schulhof des Gymnasiums Philippinum entwickeln wird und wie sich solch ein Projekt auf die Schüler auswirken kann. Das Ziel ist klar: Ein Schulhof, der nicht nur ein Erholungsort ist, sondern auch zur Förderung von Biodiversität und sozialer Interaktion dient.