Alarmstufe Rot in Hessen: Vogelgrippe breitet sich rasant aus!

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Im Werra-Meißner-Kreis treffen Maßnahmen gegen die Vogelgrippe H5N1 effektive Schutzstrategien für Geflügelhalter.

Im Werra-Meißner-Kreis treffen Maßnahmen gegen die Vogelgrippe H5N1 effektive Schutzstrategien für Geflügelhalter.
Im Werra-Meißner-Kreis treffen Maßnahmen gegen die Vogelgrippe H5N1 effektive Schutzstrategien für Geflügelhalter.

Alarmstufe Rot in Hessen: Vogelgrippe breitet sich rasant aus!

In Hessen bangen die Geflügelhalter um ihre Tiere. Der Ausbruch der Vogelgrippe, genauer gesagt des hochpathogenen aviären Influenzavirus H5N1, hat bereits gesunde Betriebsstrukturen ins Wanken gebracht. Die Situation ist angespannt und viele Landwirte schauen gebannt auf die Entwicklungen in den kommenden Tagen. Wie FFH berichtet, sind im Landkreis Groß-Gerau bei zwei Höckerschwänen und einem Silberreiher erste Nachweise dokumentiert worden. Auch in diesem Zusammenhang verkündete Inga John, die Geschäftsführerin des Geflügelwirtschaftsverbandes Hessen, dass mit weiteren Nachweisen in dieser Woche gerechnet werden muss.

Bereits seit dem 25. Oktober 2025 gilt im Groß-Gerauer Landkreis eine Aufstallpflicht für sechs Monate. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Geflügelbestände vor der hochansteckenden Erregerart zu schützen. Laut LLH schätzt das wissenschaftliche Personal des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) das Risiko für den Eintrag und die Ausbreitung von HPAI H5-Viren in die Wasservogelpopulationen und Geflügelbestände in Deutschland als hoch ein. Das bedeutet: Vorsicht ist geboten!

Sichere Stallpflicht für die Geflügelbestände

Die Aufstallpflicht betrifft nicht nur die Betriebe im Groß-Gerauer Landkreis. Auch einige Geflügelhalter in Nordhessen sind von Veterinärämtern angewiesen worden, ihre Tiere in den Stall zu bringen. Der Geflügelwirtschaftsverband Hessen, der 75 Mitgliedsbetriebe mit etwa 90.000 Legehennen umfasst, befürchtet erhebliche Auswirkungen durch einen möglichen Ausbruch von H5N1 in den Nutztierbeständen. Für die Betriebe, die nicht im Verband organisiert sind, besteht ebenfalls ein enormer Handlungsbedarf.

Ein Blick auf die allgemeinen Empfehlungen zeigt, dass es wichtig ist, den direkten Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Dies ist gerade in Zeiten wie diesen unerlässlich, da das Virus mittlerweile nicht mehr nur in der kalten Jahreszeit auftritt, sondern auch ganzjährig nachweisbar ist. Das FLI hebt hervor, dass die schnelle Entfernung von Wildvogel-Kadavern durch Expertenteams dringend erforderlich ist, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen.

Eine besorgniserregende Bilanz

Die bislang gemeldeten Ausbrüche von HPAI H5 und deren Zahl sind beunruhigend. Zwischen dem 1. September und dem 20. Oktober 2025 wurden 15 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel in Deutschland festgestellt, darunter Hühner, Gänse, Enten und Puten in mehreren Bundesländern. FLI befasst sich intensiv mit den möglicherweise betroffenen Regionen und informiert über aktuelle Entwicklungen sowie über die Situation in Europa und weltweit. Nicht nur für die Tierhaltung in Hessen, sondern auch für die gesamte Landwirtschaft kann dies weitreichende Folgen haben.

Insgesamt bleibt die Lage angespannt, und die Geflügelhalter in Hessen müssen sich auf weitere Herausforderungen einstellen. Es bleibt zu hoffen, dass die getroffenen Maßnahmen schnell ihre Wirkung zeigen und die Situation bald entschärft wird. Bis dahin gilt: immer aufpassen, ein gutes Händchen haben und sicherstellen, dass die Tiere gut geschützt sind!