Gefährliche Gehweg-Unordnung in Witzenhausen: Stadt fordert rasche Lösung!
Im Werra-Meißner-Kreis gibt es aktuelle Herausforderungen beim Glasfaserausbau, insbesondere in Witzenhausen. Unebene Gehwege und schwache Straßenbeleuchtung erfordern dringende Maßnahmen.

Gefährliche Gehweg-Unordnung in Witzenhausen: Stadt fordert rasche Lösung!
In der Oberen Mühlstraße in Witzenhausen sorgt ein dringend notwendiger Glasfaserausbau für einige Probleme, die nicht nur die Anwohner, sondern auch die Stadtverwaltung stark beschäftigen. Der Gehweg ist seit Monaten aufgerissen und stellt eine Gefahr dar, denn die provisorischen Verfüllungen nach den Arbeiten sorgen für zahlreiche Unebenheiten. Die für die Baumaßnahmen verantwortliche Firma Glasfaserplus, vertreten durch Fiberhaus, muss für die ordnungsgemäße Wiederherstellung der Flächen sorgen. Witzenhausens Bauamtsleiterin Anja Strecker hebt hervor, dass die Firma sowohl bei Personen- als auch bei Sachschäden haftet und verpflichtet ist, Mängel zeitnah zu beheben. Trotz des Drucks der Stadt auf eine zügige Nachbesserung, fehlen den Verantwortlichen unmittelbare Eingriffsmöglichkeiten.
Frank Griesel, Pressesprecher von Glasfaserplus, erklärt, dass aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht alle Arbeiten bis Ende 2025 abgeschlossen werden konnten. Man bedauert die Unannehmlichkeiten für die Anwohner und verspricht, die betroffenen Gehwege bei geeigneter Witterung in einen verkehrssicheren Zustand zu bringen. Doch das ist nicht das einzige Problem, das die Oberen Mühlstraße betrifft: Auch die Straßenbeleuchtung ist unzureichend. Trotz der Umstellung auf energiesparende LED-Hängeleuchten sind zwei von drei Lampenköpfen defekt, und ein Austausch ist derzeit nicht in Aussicht, da es an Haushaltsmitteln fehlt. Die Stadt prüft zwar perspektivisch Optimierungsmöglichkeiten, doch die Realität sieht momentan anders aus.
Glasfaserausbau in Deutschland: Eine Herausforderung für Kommunen
Der aktuelle Glasfaserausbau wird bundesweit als echte Herausforderung angesehen. Viele Anbieter versprechen schnellen und unkomplizierten Ausbau, doch oft sind es die Kommunen, die mit den Bautrupps zu kämpfen haben. Bürgermeister Rüdiger Germeroth aus Zierenberg beklagt bereits seit fast vier Jahren mangelhafte Bauarbeiten und fehlende Ansprechpartner. Der Ausbau hält nicht nur die Stadt Witzenhausen, sondern viele deutsche Kommunen in Atem. Insbesondere die Verkehrssicherheit wird häufig zum zentralen Thema, während die Baufirmen für die Qualität der Arbeiten zuständig sind. In einer Umfrage zeigt sich, dass Deutschland beim Breitbandausbau auf einem bescheidenen Platz 36 von 38 OECD-Staaten rangiert, was nicht gerade für einen digitalen Vorreiter spricht.
Auf politischer Ebene reagiert die Bundesregierung indessen mit einer gezielten Beschleunigung des Ausbaus. So hat sie eine Gesetzesänderung beschlossen, die seit Juli 2025 in Kraft ist und den Glasfaserausbau nun von „überragendem öffentlichen Interesse“ erklärt. Damit sollen Mobilfunkmasten und Glasfaserleitungen bei Genehmigungsverfahren stärker gewichtet werden. In der Vergangenheit war Deutschland beim Ausbau zurückgefallen, was ein spezielles Augenmerk auf die Verbesserung der Infrastruktur notwendig machte. Momentan sind bereits 76,5 Prozent der Haushalte mit Gigabit-Anschlüssen versorgt, jedoch bleibt noch viel zu tun, um alle Haushalte bundesweit bis 2030 mit schneller Internetanbindung zu versorgen.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Glasfaserausbau viele Städte vor große Herausforderungen stellt. Die Erfahrungen aus Witzenhausen zeigen, wie wichtig es ist, dass die zuständigen Firmen ihren Verpflichtungen nachkommen. Schließlich geht es nicht nur um schnelles Internet, sondern auch um die Sicherheit und Lebensqualität der Bürger.