81-Jähriger verursacht Drama auf der A31: Drei Unfälle in zehn Minuten!
Ein 81-jähriger Autofahrer verursachte drei Unfälle auf der A31 in Niedersachsen, wurde schwer verletzt und ist ins Krankenhaus geflogen.

81-Jähriger verursacht Drama auf der A31: Drei Unfälle in zehn Minuten!
Ein erschreckender Vorfall hat sich heute auf der Autobahn A31 in Niedersachsen ereignet. Ein 81-jähriger Autofahrer sorgte innerhalb von nur zehn Minuten für mindestens drei Verkehrsunfälle. Laut den Berichten von Oldenburger Online Zeitung und Nachrichten Heute fuhr der Mann zunächst bei Meppen und später bei Dersum in zwei Kollisionen, ohne sich um den verursachten Schaden zu kümmern.
Der gefährlichste Vorfall ereignete sich um 15:24 Uhr bei Rhede, als der Fahrer mit einem Mercedes auf den Hauptfahrstreifen geriet und eine Kollision mit einem Skoda, gesteuert von einer 40-jährigen Frau, verursachte. Der Mercedes überschlug sich daraufhin und kam auf dem Dach zum Stillstand. Der 81-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde in einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, während die Skoda-Fahrerin zum Glück unverletzt blieb.
Voll gesperrte Autobahn
Die A31 in Fahrtrichtung Norden wurde für mehrere Stunden vollständig gesperrt, auch die Gegenfahrbahn war zeitweise blockiert, um dem Rettungshubschrauber die Landung zu ermöglichen. Erst gegen 22:34 Uhr konnte die Autobahnmeisterei Lathen die Strecke wieder für den Verkehr freigeben, was viele Autofahrer, die auf der vielbefahrenen Route unterwegs waren, erheblich beeinträchtigte.
Dieser Vorfall wirft Fragen zur Verkehrssicherheit älterer Autofahrer auf. Der ADAC weist darauf hin, dass bei älteren Verkehrsteilnehmern, insbesondere ab 65 Jahren, Reaktionsfähigkeit und Sehvermögen nachlassen können. Ein Bericht des ADAC beschreibt, dass Senioren zwar in vielen Fällen eher Gefährdete als Gefährder sind, jedoch auch ein besonnenes Fahrverhalten nötig ist, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Tatsächlich verursachten Menschen ab 65 Jahren im Jahr 2023 nur 18,5% der Unfälle mit Personenschaden – weniger als ihrem Bevölkerungsanteil von rund 22% entspricht. Dennoch sind sie überproportional bei tödlichen Verkehrsunfällen vertreten, vor allem als Fußgänger und Radfahrer.
Vorausschauendes Fahren
ADAC-Experte Ulrich Chiellino betont: „Ältere Autofahrer haben oft einen vorausschauenden Fahrstil, der helfen kann, altersbedingte Leistungseinbußen zu kompensieren.“ Dennoch empfiehlt der ADAC regelmäßige medizinische Untersuchungen, etwa zur Kontrolle des Sehvermögens und der Reaktionsfähigkeit. Bei gesundheitlichen Problemen sollten betroffene Fahrer den Dialog mit ihrem Arzt suchen.
Für Senioren, die weiterhin aktiv am Straßenverkehr teilnehmen wollen, bietet der ADAC Programme wie den „Fahr-Fitness-Check“ und Fahrsicherheitstrainings an. Diese unterstützen dabei, die eigenen Fahrfähigkeiten zu optimieren und sorgen dafür, dass ältere Autofahrer die nötige Sicherheit im Verkehr behalten. Ein gutes Händchen für Verkehrssicherheit könnte ab einem gewissen Alter entscheidend sein. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass Verkehrs- und Verkehrssicherheitsaufklärung für diese Zielgruppe von großer Bedeutung sind.
In Anbetracht der steigenden Anzahl älterer Pkw-Fahrer ist es wichtig, ein Augenmerk auf deren Fahrpraxis zu legen. Sicherheit geht im Straßenverkehr vor, und dies gilt für alle Altersgruppen.