Seenotrettung hautnah: Open Ship auf Wangerooge begeistert alle Gäste!

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Wangerooge feierte ein "Open Ship" am Seenotrettungsboot "Fritz Thieme". Besucher erlebten Rettungsdienst hautnah und lernten über Seenotrettung.

Wangerooge feierte ein "Open Ship" am Seenotrettungsboot "Fritz Thieme". Besucher erlebten Rettungsdienst hautnah und lernten über Seenotrettung.
Wangerooge feierte ein "Open Ship" am Seenotrettungsboot "Fritz Thieme". Besucher erlebten Rettungsdienst hautnah und lernten über Seenotrettung.

Seenotrettung hautnah: Open Ship auf Wangerooge begeistert alle Gäste!

Ein besonderer Tag am Fährhafen Wangerooge: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) öffnete heute die Türen ihres Alarmzentrums und präsentierte das Seenotrettungsboot „Fritz Thieme“ beim „Open Ship“. Menschen aus nah und fern kamen, um die beeindruckenden Rettungsmaßnahmen hautnah zu erleben. Dabei hatten die Besucher die Möglichkeit, mit dem Boot auf dem Wattenmeer zu fahren und spannende Informationen über den Seenotrettungsdienst zu erhalten, wie nwzonline.de berichtet.

Vormann Bernd Abel führte die interessierten Gäste ozeanisch und stellte ihnen die wesentlichen Funktionen des Bootes vor. Die „Fritz Thieme“, die seit 2017 im Einsatz ist, bietet eine Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten und ist speziell für die Herausforderungen des Tidenrevieres konzipiert. Mit einem Tiefgang von nur 96 Zentimetern ist sie perfekt für das oft flache Wattenmeer geeignet.

Die wichtige Rolle der Seenotrettung

Die Seenotrettungsstation in Wangerooge, die 1863 gegründet wurde und seit 1971 wieder aktiv ist, hat sich als unverzichtbarer Teil des Küstenschutzes etabliert. Alarmiert über die Zentrale in Bremen, sind die sieben Freiwilligen der Station rund um die Uhr einsatzbereit. Ihr Revier erstreckt sich von Spiekeroog bis zum Fährhafen Harlesiel und nimmt nicht nur den Rettungseinsatz bei Bootsunfällen auf sich, sondern auch medizinische Transporte, wenn ein Hubschrauber nicht fliegen kann, was die Bedeutung ihrer Arbeit unterstreicht.

Die Station war über die Jahre hinweg vielfach gefordert, was auch die spannende Historie zeigt. Bereits im Jahr 1831 forderte der Inselvogt Alers die Stationierung eines Rettungsbootes, was zunächst nicht realisiert wurde. Erst 1852 erhielt Wangerooge ein großes Rettungsboot, das sich jedoch als unpraktisch erwies. Letztlich wurde 1863 der “Rettungsverein für die Unterweser” aktiv und gründete die erste Rettungsstation, eine wichtige Maßnahme, die den Grundstein für die heutige Organisation legte, wie auch Wikipedia ausführlich schildert.

Moderne Herausforderungen und Tradition

Das Wattenmeer und die Nordsee sind ein einzigartes, aber auch herausforderndes Umfeld für die Seenotretter. Die ständige Veränderung der Fahrwasser durch Tide und Sandverlagerungen macht die Navigation manchmal zur Herausforderung. Eine häufig unterschätzte Gefahr stellt die „Buhne H“ dar, die für viele Bootsführer eine unüberwindbare Barriere ist. Diese Herausforderungen erfordern modernste Technik und ein engagiertes Team, das heute wie vor über einem Jahrhundert in der Lage ist, Leben zu retten.

Die DGzRS hat sich seit ihrer Gründung erheblich weiterentwickelt. Von den ersten rudergestützten Booten bis zu modernen Seenotrettungskreuzern ist der Wandel beeindruckend. Aber eines bleibt konstant: Die selbstlose Hilfsbereitschaft der Seenotretter ist nach wie vor das Herzstück der Organisation, wie seenotretter.de deutlich macht. Ohne die Unterstützung der Bevölkerung könnte die DGzRS ihre wichtige Arbeit nicht leisten.

Das Highlight des Projekts „Open Ship“ hat die vielen Gäste nicht nur mit beeindruckenden Einblicken in die Welt der Seenotretter versorgt, sondern auch das Bewusstsein für die harten Bedingungen und den unverzichtbaren Dienst der DGzRS geschärft. Wangerooge bleibt somit ein zentraler Anlaufpunkt für die Sicherheit auf See und erweist sich als verlässlicher Partner in einer oft tückischen Umgebung.